Goldrohrbambus – eignet er sich im Garten als Hecke oder Sichtschutz

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Goldrohrbambus - eignet er sich im Garten als Hecke oder Sichtschutz Gräser und Farne Goldrohrbambus - eignet er sich im Garten als Hecke oder Sichtschutz Gräser und Farne Der Goldrohrbambus Phyllostachys aurea (syn.: Bambusa aurea), auch Knoten-Bambus oder Gelber Bambus genannt, stammt aus dem Süden Chinas. In China werden aus dem Rohr Angelruten und Spazierstöcke gefertigt. Er kann zwischen 2,5 und 4m hoch. Er bildet eine aufrechte, dichte Buschform und gehört zu den mittelhohen Bambsuarten. Die Halme haben eine hell-grüne bis goldgelbe Farbe, die Blätter sind leuchtend grün gefärbt und werden bis zu 10cm lang. Je nach Ausprägung der Färbung gibt es verschiedene Sorten unter der Bezeichnung Phyllostachys aurea flavenscens inversa, Phyllostachys aurea holochrysa oder Phyllostachys aurea koi.

Ab Juni bildet dieser Bambus neue Triebe, in den ersten Jahren aber kaum Ausläufer.

Trotzdem sollte man auch für diese Bambusart unbedingt eine Rhizomsperre anlegen, um eine unkontrollierte Ausbreitung zu unterbinden. Diese Rhizom- und Wurzelsperre sollte etwa 70cm tief in den Boden eingegraben werden und wenigstens 2m lang sein. Da die Halme dicht beieinander stehen, eignet er sich im Garten als Hecke oder Sichtschutz. Kleinere Exemplare eignen sich auch gut als Kübelpflanze für die Terrasse oder am Rand eines Gartenteiches. Wegen seiner intensiv gelben und grünen Halme und Blätter ist dieser farbenprächtige Bambus als Zierpflanze im Garten sehr beliebt. Nach etwa 5 Jahren bilden die Halme an der Basis interessante Knotenmuster, die Schildkrötenpanzern ähnlich sehen. Diese gestauchten Nodienbereiche sind eine Besonderheit des Goldrohrbambus. Das verleiht dem Rohr eine besonders gute Griffigkeit, weshalb es auch gerne von den Chinesen als Angelrute benutzt wird.

Damit diese Knotenmuster voll zur Geltung kommt, kann man im unteren Teil der Halme die Blätter entfernen.

Im Garten braucht der Goldrohrbambus einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit einem nicht zu trockenen, aber gut wasserdurchlässigen Boden. Er ist als Jungpflanze bis etwa minus 12°C, später dann ab einer Wuchshöhe von 3m bis minus 19°C bedingt winterhart. Deshalb ist er als Freilandpflanze nur in den wärmeren Regionen Süddeutschlands zu empfehlen. In Gegenden, in denen Wein angebaut wird, wird auch der Goldrohrbambus die Wintermonate schadlos überstehen.

Bei Kälte, anhaltender Trockenheit oder anderen ungünstigen Milieubedingungen beginnen sich die Blätter zum Selbstschutz einzurollen.

In mildem Klima kann man mit einem jährlichen Zuwachs an Höhe von etwa 50cm rechnen. Nach der Blüte stirbt auch dieser Bambus ab, glücklicherweise kann das aber bis zu 10 Jahre dauern. Um sicher zu gehen und in einem solchen Fall den Totalausfall der ganzen Hecke zu vermeiden, sollte man verschiedene Bambusarten zusammen pflanzen, z.B. Phyllostachys aurea mit Phyllostachys nigra. Als Kübelpflanze braucht er mehr Wasser als im Freiland, daher sollte man ihn während der Sommermonate morgens und abends gießen. Sonst kann es passieren, dass die Blätter allmählich braun werden – ein sicheres Zeichen, dass der Bambus zu vertrocknen beginnt.

Foto:
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Phyllostachys_aurea3.jpg?uselang=de
KENPEI, Creative Commons License Attr.-Share Alike 3.0 Unported
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Phyllostachys_aurea1.jpg?uselang=de
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