Tausendblatt

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Tausendblatt Wasserpflanzen Die Wasserpflanzen aus der Gattung Myriophyllum sind mit zahlreichen Arten in mitteleuropäischen Gewässern vertreten, darunter das Quirlblättrige Tausenblatt Myriophyllum verticillatum und das Wechselblütige Tausendblatt Myriophyllum alterniforum. Am häufigtsen ist aber das Ährige Tausendblatt Myriophyllum spicatum. Alle genannten Arten sind Unterwasserpflanzen mit reich verzweigten Stängeln und gefiederten Blättern. Nur die Blütenähren ragen dabei auch über die Wasseroberfläche. Das Ährige Tausendblatt (Myriophyllum spicatum) gedeiht am besten in kalkreichem Wasser, das Quirlblütige Tausendblatt (Myriophyllum verticillatum) besiedelt dagegen vor allem kalkarme Gewässer. Alle Arten besiedeln stehende Gewässer mit Wassertiefen bis zu 2m. Unterhalb dieser Zone können wegen des spärlicheren Lichtangebotes nicht existieren, es sei der See ist sehr transparent und planktonarm. Myriophyllum spicatum, das Ährige Tausendblatt hat im Gegensatz zu Myriophyllum verticillatum Blätter, die zu viert in Quirlen angeordnet sind. Die Stängel haben in der Regel eine rötliche Färbung. Auch die Blüten stehen zu viert in Quirlen, allerdings an den aus dem Wasser herausragenden Stängelspitzen. Die unteren Tragblätter sind gefiedert oder gezähnt, die oberen Tragblätter haben dagegen ein glatten Rand und sind kürzer als die Blüten. Die männlichen Blüten, die in den oberen Quirlen stehen, haben 4 rote Kronblätter und 8 Staubgefäße. Die weiblichen Blüten in den unteren Quirlen 4 kleine Kronblätter, die auch völlig fehlen können, und 4 Narben. Das Ährige Tausendblatt blüht zwischen Juni und August. Wie bei vielen anderen Wasserpflanzen auch spielt jedoch die vegetative Vermehrung eine größere Rolle. Myriophyllum verticellatum, das Quirblättrige Tauendblatt, bildet bis zu 2m lange Sprossen. Der größte Teil der pflanze ist untergetaucht, nur die Spitzen der Sprosse ragen über die Wasseroberfläche hinaus. Im Gegensatz zum Ährigen Tausendblatt stehen die Blätter hier in der Regel zu fünft in Quirlen, ausnahmsweise kommen auch sechs- oder vierzählige Blattquirle vor. Die Blätter sind tief in Fieder gespalten, pro Blatt gibt es bis zu 35 schmale Blattzipfel. Auch die Blüten sind quirlständig angeordnet jedoch an den bis zu 20cm über die Wasseroberfläche ragenden Sprossspitzen. Die männlichen Blüten stehen in den oberen Sprossteilen. Sie haben 4 grünen Kronblätter und 8 Staubgefäße. Die weiblichen Blüten stehen etwas tiefer, haben keine Kronblätter, aber einen Fruchtknoten und vier kopfförmige Narben. Die Blütezeit reicht von Juni bis August. Die Art kommt ebenfalls in stehenden und langsam fließenden Gewässern vor, verträgt aber im Vergleich zu Myriophyllum spicatum Verschmutzung nur in geringeren Maßen. Sei überwintert mit den Turionen, den keulenförmigen Endknospen der Triebe. Myriophyllum spicatum und andere Tausendblattarten werden im Fachhandel meist für den Besatz in Aquarien und Gartenteichen angeboten, werden aber meist emers, d.h. Außerhalb des Wassers kultiviert. Daher muss man sie langsam an das Unterwasserleben anpassen, sonst gehen sie ein. Dazu pflanzt man die Triebe in eine tiefere Schale mit etwas Erde und hebt den Wasserspiegel täglich um etwa 1cm an, bis eine Wassertiefe von mindestens 25cm erreicht ist. Dann können die Pflanzen in den Gartenteich in einem Pflanzkorb zunächst in der Flachwasserzone, nach einiger Zeit dann auch in die Tiefenzone des Teiches gesetzt werden.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/48/MyriophyllumSpicatum.jpg
Christian Fischer, Creative Commons License Attr.-Share Alike 3.0 Unported


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