Rhododendron Pontische Alpenrose vollkommen winterhart und benötigt keinen Frostschutz

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Rhododendron Pontische Alpenrose vollkommen winterhart und benötigt keinen Frostschutz Steingartenpflanzen Rhododendron luteum, die Pontische Alpenrose, hat ihr natürliches Verbreitungsgebiet im östliche Mitteleuropa bis Osteuropa. Dort findet man sie im Unterholz der Wälder auf Moorböden. Da dieser Strauch nur sommergrün ist, im Winter also die Blätter verliert, wurde die Art früher zu den sommergrünen Azaleen gezählt (daher wurde sie früher als Azalea pontica bezeichnet), während die Rhododendren eigentlich immergrün sind. Rhododendron luteum ist robust und winterhart und daher auch als Gartenpflanze beliebt, sodass bereits mehrere Zuchtformen erhältlich sind. Was bei dieser Alpenrose sofort auffällt, ist ihre für Rhodendron-Arten außergewöhnliche Blütenfarbe – ein Gelborange. Die Zuchtsorte Rododendron luteum Sonia zeichnet sich durch ein intensives Farbspiel im Laufe der Blütezeit aus , angefangen von einem cremefarbenen Farbton über reines Weiß bis zu Hellrosa, während das Auge der Blüte stets gelb bleibt. Die Sorte Möwe ist weiß-rosa getönt und das Gelb der Mitte dehnt sich weiter über den Blütengrund hinaus auf die Kronblätter aus. Die Blütenkrone der Sorte Berry Rose ist dagegen immer leuchtend rosa mit einem gelben Blütengrund. Die Sorten Fireball und Coccinea speciosa haben leuchtend orangerote Blüten. Die Sorte Golden Sunset hat sehr helle gelbe Blüten. Die Sorte Persil schließlich ist rein weiß mit einem hellgelben Fleck.

In freier Natur kann dieser Strauch bis zu 4m hoch werden, aber er wächst langsam und bleibt im Garten viel kleiner. Nach rund zehn Jahren hat sie erst eine Höhe von 1m erreicht. Die Wuchsform ist breit mit dicht stehenden Zweigen. Der Strauch breitet sich im Laufe der Jahre durch seine Wurzelsprossen in der Fläche aus.

Die neuen Triebe sind anfangs noch mit Drüsenhaaren besetzt, später werde sie kahl. Die Laubblätter haben kurze Stiele, aber eine bis zu 12cm lange und 4 cm breite Blattspreite. Die Blätter sind an ihren Rändern leicht gezähnt und mit Wimperhärchen besetzt. Auf der Blattoberseite sind kurze Borstenhaare zu sehen, auf der Unterseite findet man sie entlang der Blattnerven.

Wie bei vielen Rododendren üblich erscheinen die Blüten noch vor den Laubblättern. Jeweils bis zu 12 Blüten stehen dicht gedrängt in Doldentrauben am Ende kahler blattloser Sprosse. Die Blütenstiele sind mit Drüsenhaaren besetzt. Die Tragblätter sind häutig dünn und fallen während der Blüte ab. Kelch und Blütenkrone sind fünfzählig. Der mit 7mm lange Kelch ist tief gespalten und endet in 5 schmale, bewimperte zipfel. Die goldgelbe Blütenkrone ist auf der Außenfläche behaart. Die Blütenkrone hat eine Trichterform und misst bis zu 5cm im Durchmesser. Im Verhältnis dazu ist die Kronröhre kurz und schmal. Die Hauptblütezeit ist der Mai. Danach bilden sich die Früchte in Form holziger Kapsel, die bei Reife mit 5 Klappen aufspringen und die zahlreichen Samen entlassen.

Rhododendron luteum ist vollkommen winterhart und benötigt keinen Frostschutz. Sie ist vor allem in den Gärten Westeuropas verbreitet und von dort aus auch stellenweise verwildert. Im professionellen Gartenbetrieb wird sie sowohl als Zierpflanze kultiviert als auch als Pfropfunterlagen für empfindlichere Azaleenarten genutzt. Zumindest die ursprüngliche Form hat stark duftende Blüten, daher wird sie oft auch als Duft-Azalee angeboten. Rhododendron luteum ist recht anspruchslos, was Standort und Bodenqualität angeht. Am besten man pflanzt sie in ein typisches Rhodendron-/Azaleenbeet zusammen mit anderen kalkmeidenden Arten in humusreichen Rhododendronerde. Sie eignet sich aber auch gut als Kübelpflanze.

Foto:
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rhododendron_luteum.jpg?uselang=de
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