Algenfarne

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Algenfarne Wasserpflanzen Algenfarne Wasserpflanzen Die Algenfarne der Gatuung Azolla sind eine Gruppe von Schwimmfarnen, die mit 7 Arten in den Tropen vertreten sind. Als attraktive Schwimmpflanzen in Aquarien und Gartenteich, zur Stickstofffixierung durch mit ihnen in Symbiose lebenden Blaualgen im Reisanbau und die Mückenbrutstätten in Malaria verseuchten Regionen abzudecken, wurden die meisten Arten inzwischen fast weltweit verbreitet. Inzwischen haben sie sich in vielen Gewässer so stark ausgebreitet, dass man den Rüsselkäfer Stenoplemus rufinasus zur Bekämpfung eingesetzt hat. In Mitteleuropa kommen zwei Arten vor, die beide aus den wärmeren Regionen Amerikas stammen und sich über Aquarien und Gartenteiche auch stellenweise bis in einige Gewässersystemen ausgebreitet haben: Azolla caroliana, der Kleine Algenfarn, ist ein sehr klein bleibender ein- bis mehrjähriger Wasserfarn. Die einzelnen Schwimmpflänzchen werden nur etwas mehr als 1cm groß und sind nur sehr wenig verzweigt. Die Blätter stehen sehr dicht beieinander. Jedes Blatt besteht zur einen Hälfte einem in Wasser untergetauchten Unterlappen und einem über die Wasseroberfläche hinausragenden Oberlappen. Diese obere Blatthälfte ist sehr dicht mit pappilösen Härchen, die diesen Blattteil unbenetzbar machen, sodass Wasser abperlt (Lotuseffekt!). Die Blätter sind zunächst blaugrün und färben sich bis zum Herbst bei intensiver Sonneneinstrahlung durch die eingelagerten Anthocyane rötlich. Die Sporen reifen zwischen August und Oktober heran. In Deutschland kommt der Kleine Algenfarn in einzelnen stehenden und langsam fließenden Gewässer der Oberrheinebene und im Neckargebiet vor.

Der Große Algenfarn Azolla filiculoides unterscheidet sich vom Kleinen Algenfarn zum einen durch die Größe (die einzelnen Schwimmpflanzen sind mit 2,5cm fast doppelt so groß9 und die Form und Anordnung der Schwimmblätter. Die Stängel schwimmen an der Wasseroberfläche und sind fiederartig verzweigt. Die Blätter sind in dichten übereinander ragenden Schuppen in zwei Zeilen angeordnet. Auch diese Art verfärbt sich im Spätherbst oder Winter durch die Anthocyane dunkelrot. Der obere Blattteil ist dick und stumpf mit einem einem hellgrün-gelben häutigen Rand. Der untere Blattabschnitt ist etwas größer und taucht ins Wasser ein. Die oberen Blattabschnitt erhalten durch Lufteinschlüsse Auftrieb und sind mit unbenetzbaren, feinen Härchen besetzt.

Beide Arten sind in den Sommermonaten gut als Schwimmpflanzen für den Gartenteich geeignet. Man sollte sie jedoch nicht untereinander oder mit anderen ähnlichen kleinen Schwimmpflanzen wie Salvinia natans oder Riccia fluitans mischen.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/69/Azolla_filiculoides2.jpg
Kurt Stüber, Creative Commons License Attr.-Share Alike 3.0 Unported
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Azolla_caroliniana_01_by-dpc.jpg?uselang=de
David Perez, Creative Commons License Attr.-Share Alike 3.0 Unported


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