Weiße Gewächshausfliege

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Weiße Gewächshausfliege Weißlinge Weiße Gewächshausfliege Trialeurodes vaporariorum (Familie Mottenschildläuse – Aleyrodidae)
Die Weißen Fliegen sehen mit ihren weißen Flügeln den echten Fliegen entfernt ähnlich, sie sind aber eigentlich keine Fliegen, sondern gehören zu den Mottenschildläusen.
Diese Weiße Fliege stammt wahrscheinlich aus Mittelamerika. Mit exotischen Pflanzen wurde sie bereits Mitte des 19.Jahrhunderts nach Europa eingeschleppt. Als wärmeliebende Art hält sie sich vor allem in Gewächshäusern auf. Im Mittelmeergebiet kommt sie auch im Freiland vor.
Die Weiße Gewächshausfliege wird nur wenig mehr als 1mm groß. Ihre Flügel dagegen sind mit einer Spannweite von 5mm relativ groß und dominieren das Erscheinungsbild dieser Mottenschildläuse. Die Flügel werden in Ruhestellung dachförmig gehalten und sind  mit einer weißen Wachsschicht überzogen. Der Körper ist hellgelb bsi weißlich gefärbt.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Schildläusen, pflanzen sich die Mottenschildläuse meist geschlechtlich fort. Die Weibchen können täglich bis zu sieben Eier legen. Diese Eier sind nur 0,1mm groß, lang gestielt und gelblich gefärbt. Sie werden an die Unterseite der Futterpflanzen geklebt. Die hell grüngelb gefärbten Larven haben auch Beine und saugen Pflanzensäfte von mehr als 80 bekannten Wirtspflanzen. Nach der dritten Häutung verpuppen sie sich im sogenannten Puparium. Dies Puparium hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der Puppenhülle der Schmetterlinge; die Weißen Fliegen werden daher auch Schmetterlingsläuse genannt. Dies Puparium hat eine ovale, kranzförmige Gestalt mit buckelartigen Drüsen auf der Oberfläche, von denen lange Fäden von Wachs ausgeschieden werden. Zur Überwinterung bleiben die Larven im Puparium. Die adulten Weißen Fliegen schlüpfen dann aus einem Spalt auf der Oberseite des Pupariums. Die Entwicklungszeit einer Generation liegt je nach Temperatur zwischen wenigen Wochen und zwei Monaten. Es gibt mehrere, sich überlappende Generationen pro Jahr.

Schäden
Weiße Fliegen schädigen in Gewächshäusern und Wintergärten Zier- und Gemüsepflanzen in erheblichem Maße. Durch das Saugen an der Blattunterseite bilden sich allmählich auch auf der Oberseite hellgelbe Sprenkel. Schließlich fällt das Blatt ab. Der Hauptschaden entsteht aber nicht durch das Saugen an den Blättern selbst, sondern durch den Honigtau, den sie ausscheiden. Neben Rußtau kann sich der Honigtau dann wegen der hohen Luftfeuchtigkeit mit Schimmelpilzen überziehen.

Maßnahmen
Heute werden in Gewächshäusern wegen der zahlreichen Nebenwirkungen kaum noch mit chemischen Insektiziden gesprüht. Stattdessen setzt man erfolgreich auf Biologische Schädlingsbekämpfung. Dazu werden Erzwespen der Art Encarsia formosa gezüchtet und vom Fachhandel im Lebendversand angeboten. Diese Erzwespe sticht die Eier der Weißen Gewächshausfliege an und legt ihr eigenes Ei darin ab. Die parasitierten Eier verfärben sich daraufhin schwarz. Die Wespenlarve entwickelt sich in diesem Ei und lässt am Ende ihre Larvalentwicklung die leere, transparente Eihülle zurück. Auf diese Weise baut sich im Gewächshaus allmählich eine ganze Population von nützlichen Erzwespen auf.
Im Wintergarten und in Zimmerkulturen von Topfpflanzen kann man Gelb-Sticker oder Gelbtafeln verwenden, die mit einem Lockstoff präpariert sind und an dem die Weißen Fliegen dann kleben bleiben.
Alternativ kann man befallene Pflanzen auch mit einer Brühe aus Ackerschachtelhalm oder Rainfarn besprühen. Die Pflanze Nicandra physalodes in der unmittelbaren Nachbarschaft gepflanzt, soll die Weißen Fliegen vertreiben.
Für die Anwendung im Freiland werden u.a. folgende, zugelassenen Mittel empfohlen: Neudosan Blattlausfrei oder Spruzit (der Fa. Neudorff), Schädlingsfrei Hortex, Naturen und Neem von Scotts-Celaflor, Schädlingsfrei Puls von Compo und Dr.Stählers Blattlaus-Spray Dimeton.

Bild Quelle
Photo: gaucho, Creative Commons Attr.-Share
Aliek 3.0 Unported
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Weisse-Fliege.jpg?uselang=de


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