Beerenwanze

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Beerenwanze Wanzen Beerenwanze Dolycoris  baccarum (Familie Baumwanzen – Pentatomidae)
Die Beerenwanze (Dolycoris baccarum) gehört zu der Familie der Baumwanzen (Pentatomidae).
Beerenwanzen werden maximal 10 mm groß. Sie ähneln der Rotbeinigen Baumwanze, mit der sie auch nahe verwandt sind, sind aber etwas heller und farbenprächtiger. Die Spitze ist des Schildchens ist auch nicht rot, sondern hell-gelb. Auffallend sind auch die schwarz-weiß geringelten Fühler. Ein ähnliches schwarz-weißes Streifenmuster ist an den Seitenrändern des Hinterleibs zu sehen. Die Art ist in Europa häufig. Lebensraum sind Laubwälder, vor allem auf Lichtungen und an Waldrändern, aber auch Gärten, wo sie vor allem an Beerensträuchern saugen.
Die adulten Beerenwanzen überwintern, dazu graben sie sich in den Boden ein. Diese Wanzen werden aber erst im nächsten Frühjahr geschlechtsreif. Ab Juni werden die Eier in kleinen Gruppen an Blätter angeklebt. Die Larven häuten sich insgesamt fünfmal. Erst im Herbst ist die Entwicklung abgeschlossen.

Schäden
Beerenwanzen saugen vor allem an Beeren (Himbeeren, Brombeeren Und Johannisbeeren). Dabei geben sie einen Speichel ab, der die Ausreifung der Beeren stoppt. Ihre Ausscheidungen hinterlassen außerdem einen penetranten, für Wanzen typischen Geschmack und machen die Beeren damit ungenießbar.
Viele Gartenbesitzer würden gern die Beerenwanze bekämpfen, da sie an beliebten Nutzpflanzen, wie z. B. der Himbeere, der Brombeere und der Johannisbeere, Schaden anrichten. Die Wanzen saugen die Beeren aus und sondern dabei Speichel in das Innere der Frucht ab, dadurch wird deren Reifungsprozess verzögert oder gänzlich gestoppt. Die Beeren erhalten einen unangenehmen Geschmack und sind für den Menschen nicht mehr genießbar.

Maßnahmen
Beerenwanzen sind zwar unangenehm wegen der unappetitlichen Geschmacksstoffe, die sie auf den Beeren hinterlassen. Aber ihr Nutzen überwiegt, denn sie können große Mengen von Blattläusen vertilgen als Ergänzung zu ihrer pflanzlichen Nahrung. Wer dennoch nicht ganz darauf verzichten kann, sollte auf natürliche Methoden zur Eindämmung der Wanzenplage zurückgreifen: Abschütteln oder Ablesen der Sträucher, Nistmöglichkeiten für Singvögel oder Amphibien, die Baum- und Blattwanzen gerne fressen.

Bild Quelle
Photo: Reytan, Creative Commons License Attr.-Share Alike
3.0 Unported
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Troilus_luridus.jpg?uselang=de


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