Johannisbeer-Gallmilben

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Johannisbeergallmilbe Cecidophyopsis ribis (Familie Gallmilben – Eriophyidae)
Die adulten Weibchen der Johannisbeergallmilbe sind nur zwischen 0,2 und 0,25 mm groß. Sie sind weißlich, haben einen langestreckten Körper mit dünnen Querstreifen. Wie alle Gallmilben haben sie nur 2 Beinpaare.
Ab Ende März findet man diese Gallmilbe an den Knospen der Johannisbeersträucher. Im Juni und Juli breitet sie sich durch Wind und Verschleppung durch andere Insekten weiter aus. Im Sommer dringt sie in die Knospen ein und die Eier werden abgelegt. Im Schutz der vergallenden Knospen ernähren und entwickeln sich die Larven bis zur Geschlechtsreife und die adulten Weibchen vermehren sich. Die Vermehrungsraten erreichen im September ihren Höhepunkt. Nach der Winterruhe setzt sich die Vermehrung im Januar fort bis zu einem zweiten Höhepunkt im zeitigen Frühjahr. Dann kann man mehrere Tausend Gallmilben in einer einzigen Knospe finden. Zwischen dem Beginn der Blüte und dem ersten Fruchtansatz verlassen die Milben die geöffneten Rundknospen. Ihre Aktivität wird durch hohe Luftfeuchtigkeit und Temperaturen oberhalb von 25 Grad Celsius gefördert. Es können bis zu 6 Generationen pro Jahr aufeinander folgen.

Schäden
In den dick und kugelig angeschwollenen Knospen der Johannisbeere findet man im Winter bis zu 50.000 der winzig kleinen Johannisbeergallmilben. Die befallenen Knospen treiben nicht aus, sondern  vertrocknen und fallen ab.

Es werden vor allem Schwarze Johannisbeeren befallen, aber auch an der Johannisbeersorten. Bei der Roten Johannisbeere sterben die Blätter ab, bei der Schwarzen Johannisbeere dagegen kommt es eher zu Missbildungen: Die Blätter zeigen untypische Formen, werden unsymmetrisch, sind tief eingeschnitten oder gliedern sich in drei Blattlappen auf.

Beim Saugen kann die Johannisbeergallmilbe auch einen Virus übertragen, der bei den Wirtspflanzen die sogenannte Brennnesselblättrigkeit auslöst.

Maßnahmen
Befallene Pflanzenteile sollten bis auf eine Trieblänge von 20cm zurückgeschnitten, Falllaub und kranke Blätter entfernt werden. Neuanpflanzungen in unmittelbarer Nähe von Standorte, an denen sich  früher befallene Sträucher befanden, sollten vermieden werden. Schädlingsfrei Naturen von Scotts-Celaflor oder ein Netzschwefel-Präparat werden als Spritzmittel empfohlen. Es sollte aber nicht bei Temperaturen über 20 Grad Celsius gespritzt werden, da dies zu Schäden an den Pflanzen führen kann.


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