Gemeine Napfschildlaus

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Gemeine Napfschildlaus Eulecanium corni (Familie Napfschildläuse – Coccidae)
Der Schild der Weibchen der Gemeinen Napfschildlaus ist napfartig gewölbt, besteht aus brauner, erhärteter Rückenhaut und ist etwa 6 mal 4 mm groß. Unter diesem Napfschild lebt das Weibchen zusammen mit seinen bis zu 3.000 Eiern, die im Mai gelegt werden. Das Weibchen ist über seinen Saugrüssel  fest mit der Wirtspflanze verbunden. Nur die jungen Larven, die ab Juni schlüpfen, sind frei beweglich. Sie sind anfangs nur 0,1mm groß und hell rotbraun gefärbt. Sie überwintern im 2.Larvenstadium. Im zeitigen Frühjahr werden sie dann wieder aktiv, suchen sich einen Platz auf den Zweigen ihrer Wirtspflanze und beginnen einen Rückschild zu bilden. Die Entwicklung zur adulten Schildlaus ist bis zum Mai abgeschlossen. Die Weibchen legen unter ihrem Rückenschild wieder Eier ab. Damit ist der einjährige Generationszyklus abgeschlossen. Die Gemeine Napfschildlaus kann sich sowohl ungeschlechtlich als auch sexuell fortpflanzen, Männchen kommen allerdings nur selten vor.

Schäden
Die jungen Napfschildläuse wandern auf die Triebe und Früchte von Obstbäumen, wo sie sich festsetzen und unter dem langsam entstehenden Rückenschild zu saugen beginnen- Damit schaden sie der Wirtspflanze durch den Saftentzug und die Abgabe giftiger Substanzen mit dem Speichel, schwächen die Pflanzen und das Wachstum verzögert sich. Als Stoffwechselendprodukt scheiden sie Honigtau aus, auf dessen Grundlage sich schwarze Rußtaupilze ausbreiten können.

Maßnahmen
Bei der Bekämpfung der Gemeinen Napfschildlaus gibt es zwei Schwierigkeiten: Die adulten Tiere sind unter ihrem Rückenschild sehr gut vor Außeneinflüssen geschützt, und die jungen, frei beweglichen Larven sind mit einem Zehntelmillimeter sehr klein udn werden leicht übersehen.
Am wirkungsvollsten ist eine Austriebspritzung ab März, also noch vor Beginn der Blütenbildung, mit einem Präparat auf Rapsöl-Basis. Damit der Ölfilm auf der gespritzten pflanze nicht austrocknet, sollte bei bedecktem Himmel und niedrigen Temperaturen gespritzt werden. Die gut sichtbaren Napfschilde sollten vorher mechanisch abgestreift werden.  Die Spritzaktion muss nach etwa 2 Wochen wiederholt werden, damit auch die frisch aus den Eiern geschlüpften Junglarven erreicht werden. Honigtaubeläge können an den betroffenen Pflanzenteilen mit Seifenwasser abgewaschen werden.


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