Apfelfaltenlaus

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Apfelfaltenlaus Röhrenblattläuse Familie Apfelfaltenlaus Dysaphis devecta (Familie Aphididae)
Apfelfaltenläuse sind in Mitteleuropa weit verbreitet, sie kommen aber nur auf Apfelbäumen vor. Ältere Bäume mit einer rissigen, rauen Rinde werden bevorzugt, da sich dort die Eier gut ablegen lassen. Die Apfelfaltenlaus Dysaphis devecta wechselt nicht im Sommer auf andere Pflanzen, sondern bleibt das ganze Jahr am Apfelbaum.
Diese Art sieht der Mehligen Apfelblattlaus recht ähnlich. Sie werden bis zu 2,5mm groß; die Körperfarbe reicht graublau bis dunkelblau und mit dem weißen Überzug aus Wachspuder sind sie kaum von der mehligen Apfelblattlaus zu unterscheiden. Auch die Jungtiere der Apfelfaltenlaus sind zunächst rosa und färben sich erst später ins Dunkelgrau bis Graublau um. Die Eier sind schwarz glänzend, von ovaler Form. Die Eeier werden im Sommer in die Apfelbaumrinde abgelegt. Die Faltenlaus überwintert im Eistadium in den Rinnen und Ritzen, zwischen loser Rinde alter Apfelbäume. Die erste Generation schlüpft bereits, bevor die ersten Individuen der Mehligen Apfelblattlaus auftauchen. Kleinere Kolonien bilden sich zunächst an den Rosettenblättern, wenn die Knospen aufgehen. Von dort werden dann auch die neuen Triebe besiedelt. Die Stammmütter erzeugen unbefruchtet und lebendgebärend mehrere Generationen. Pro Jahr werden bis zu 4 Generationen gebildet. Ab der 3. Generation entwickeln sich neben den ungeflügelten auch geflügelte Weibchen. In der vierten Generation dominieren ungeflügelte Weibchen und es kommen geflügelte Männchen dazu.

Schäden
Von dieser Blattlausart befallene Blätter des Apfelbaumes sind an rosaroten bis gelblichen Flecken, wo die Blattläuse gesaugt haben, gut zu erkennen. Die Blätter rollen sich unten ein  – ähnlich wie bei der Kräuselkrankheit der Pfirsichbäume – und falten sich zusammen (daher der Name Apfelfaltenläuse). In diesen Blattfallen halten sich die Blattläuse vorzugsweise auf. Das Blattgewebe vergallt. Nur bei starken Blattlaus-Populationen werden auch die Früchte befallen. Typische Zeichen dafür sind die rötlich gefleckten Schalen und deformierte Äpfel.

Maßnahmen
Noch vor der Apfelblüte sollte die Bäume auf Stammmütter der Apfelfaltenlaus kontrolliert werden. Bei mäßigem Befall können die gefalteten, gelb bis rot verfärbten Blätter abgesammelt werden. Die natürlichen Feinde, Schlupfwespen und Schwebfliegen, sollten durch naturnahe Gehölze und hecken, Wildblumen reiche Feldraine gefördert werden. Wenn sich die befallenen Blätter gefaltet haben, ist es für eine erfolgreiche Bekämpfung bereits zu spät, da dann die Blattläuse bereits diese Blätter verlassen haben.
Bei starkem Befall kann ein systemisch wirkendes Insektizid, z.B. Pirimor, zur Bekämpfung der Apfelfaltenlaus eingesetzt werden.

Bild Quelle
Photo: Appaloosa,
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http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Symptome_Apfelfaltenlaus.jpg)


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