Eichenwickler

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Eichenwickler Wickler Familie Eichenwickler Tortrix viridana  (Familie Wickler Tortricidae)
An den hellgrünen Vorderflügeln mit einem hellgrauen Saum aus Fransen  sind die Falter des Eichenwicklers leicht zu erkennen. Die Hinterflügel sind dagegen grau mit weißen Fransen, werden aber in Ruhestellung vollkommen von den Vorderflügeln verdeckt. Die Falter sind nachtaktiv und leben in der Laubwaldzone, vor allem in Eichenwäldern, aber auch in Parks und Gärten. Sie sind in ganz Europa, aber auch in Kleinasien und Nordafrika häufig. Die Flugzeiten liegen zwischen Juni und Juli. Die Raupen findet man von Ende April bis zu Beginn des Junis. Die Eichenwickler-Weibchen legen die Eier in den oberen Baumkronen ab, wobei je zwei Eier von einer klebrigen Schutzschicht überzogen werden. Darunter überwintern die Eichenwicklern im Eistadium; die Raupen schlüpfen dann im kommenden Frühjahr. Die Erstlarven haben eine graue Grundfärbung, ältere Stadien sind graugrün.
Die Raupen befallen vor allem die Frühjahrstriebe der Eichen und fressen an den geöffneten Knospen, später dann gehen sie auch an die frischen Blätter. Neben Eichen werden auch andere Laubbäume befallen, z.B. Pappeln, Birken, Buchen, Weiden und Ahorn.
Zur Verpuppung rollen sie sich die Raupen in die Blätter ein. Die Puppenruhe dauert rund einen Monat.

Schäden
Eichenwickler können in Laubwäldern große Schäden anrichten, vor allem wenn sie zusammen mit den Raupen des Schwammspinners oder des Eichenprozessionsspinners auftreten. Durch den Kahlfraß werden die Bäume so geschwächt, dass sie durch den zusätzlichen Befall von Pilzen, z.B. Mehltau, absterben.

Maßnahmen
Um eine sichere Prognose über den im Jahresverlauf zu erwartenden Befall abgeben zu können, müssen einige Bäume probeweise gefällt und die Eigelege an den Zweigen aus dem oberen Kronenbereich ausgezählt werden. Kritisch wird es ab 60 Eiern pro Ast, dann ist mit einem Kahlfraß zu rechnen. Dann sollte zur Bekämpfung der Raupen ein Bacillus thuringiensis – Präparat zum Einsatz kommen. Geeignet ist auch Dimilin, ein Insektizid mit dem Wirkstoff Diflubenzuron, welches im integrierten Forstschutz verwendet und aus der Luft vom Helikopter aus versprüht wird.
In kleineren befallen Arealen, Parks und Gartenanlagen kann auch Neudorffs® Raupenspritzmittel N wirksam eingesetzt werden, welches das Bacillus thuringiensis var.kurstaki enthält.
Präventiv sollten spätaustreibende Eichenarten angepflanzt werden und die Nützlinge gefördert werden, z.B. durch das Anbringen von Nistkästen für Vögel.

Bild Quelle
Photo: Kurt Kulac, Creative Commons License 2.5
US-amerikanisch
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tortrix_viridana02.jpg?uselang=de


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