Apfelwickler

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Apfelwickler Wickler Familie Apfelwickler    Cydia pomonella  (Familie Wickler Tortricidae)
Die weniger als 1 cm langen Vorderflügel der Apfelwickler haben eine graubraune Grundfarbe mit vielen, unregelmäßigen Querlinien, die etwas heller grau sind. Im äußeren Drittel des Vorderflügel setzt sich eine deutliche braune Zone ab, die mit einem leichten Goldschimmer überzogen ist. Die Erstlarven sind nur wenige mm groß und weiß-gelb gefärbt mit einem dunkleren Kopf. Die Raupen werden dann mit zunehmendem Stadium immer rötlicher.
Die Falter halten sich vor allem in Gärten auf. Sie sind ursprünglich in Europa beheimatet, kommen aber inzwischen mit dem Export der Apfelbäume weltweit vor. Apfelwickler haben in der Regel nur eine Generation pro Jahr. Die Flugzeit liegt zwischen Mai und Juni. Sie sind vor allem in den Abendstunden aktiv. Die Eier werden von den Apfelwickler – Weibchen am Obst oder an den Blättern der Bäume abgelegt. Nach 1 bis 2 Wochen schlüpfen die Erstlarven und fressen am Fruchfleisch und den Kernen. Die Larvalperiode dauert drei bis vier Wochen. Danach verpuppen sich etwa die Hälfte der ausgewachsenen Raupen sofort; die zweite Hälfte verpuppt sich nur, wenn das milde Wetter die Voraussetzungen bietet für eine erfolgreiche zweite Generation. Die Larven suchen einen Platz unter der Baumrinde, wo sie sich verpuppen und den Winter überdauern können. Manchmal verpuppen sie sich auch im Boden und überwintern dann dort.

Schäden
Neben Apfelbäumen werden auch andere Obstbäume wie Birnen, Quitten, Pflaumen, Kirschen Aprikosen, Pfirsiche, feigen, Walnuss und sogar Kastanien von Apfelwickler-Raupen geschädigt. Die Raupe verursacht im Laufe ihrer Entwicklung ein typisches Fraßbild, wobei sie sich spiralförmig in einem Gang von der Fruchtspitze ins Kerngehäuse vorarbeitet. Schließlich frisst sie das Kerngehäuse mitsamt den Kernen. Der Kot wird auf umgekehrtem Weg über die Eintrittspforte aus der Frucht hinaus geschafft.

Maßnahmen
Um mit einem geringst möglichen, aber dennoch effektiven Aufwand an Schädlingsbekämpfungsmittel auskommen zu können, wird im professionellen Obstanbau zunächst die Populationsdichte des Apfelwicklers mit Hilfe von Pheromonfallen bestimmt. Aus dem Bereich der biologischen Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen stehen inzwischen eine Fülle von Methoden zur Verfügung. Dazu gehören der Einsatz von:

  • Ohrwürmern Forficula
  • Wanzen
  • Schlupfwesen . Elodia tragica, Trichomma enecator, Ascogaster quadridentatus und Hyssopus pallidus. Dazu werden Kärtchen mit Schlupfwespen an den betorffenen Stellen im Obstbaum gehängt. Diese Schlupfwespen wurden zuvor auf den Eiern von Getreidemotten herangezogen. Sie legen ihre Eier auf die Raupen des Apfelwicklers ab. Die ausschlüpfenden Larven der Schlupfwespen parasitieren dann die Raupen und fressen sie auf.
  • das Baculovirus und das  Apfelwicklergranulovirus 8z.B. als (z. B. Madex 3, Granupom, Granupom3). Allerdings gibt es bereits Stämme des Apfelwicklers, die gegen das Baculovirus resistent sind.

 

Auf den Einsatz chemischer Insektizide sollet daher ganz verzichtet werden. Solche Mittel können ohnehin nur in der kurzen Zeit zwischen dem Schlüpfen der Raupen und ihrem Eindringen in den Apfel wirksam werden. Zugelassen sind für den Einsatz in Privatgärten u.a.

  • das Mittel Raupenfrei® der Fa.Bayer, welches die Larvenentwicklung bereits im Eistadium unterbricht. Es kann dadurch sehr spezifisch eingesetzt werden, Nutzinsekten wie Bienen werden dadurch nicht gefährdet.
  • Raupen- und Ameisen-Leimringe der Fa.Neudorff. Damit werden alle Schadinsekten abgefangen, die am Baumstamm hochkriechen.
  • Spruzit Schädlingsfrei® der Fa.Neudorff
  • Insektizid Runner i®  der Fa. Bayer mit dem Wirkstoff Methoxyfenozide

Bild Quelle
Photo. Public Domain
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Madige-Apfel-Frucht.jpg?uselang=de)


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