Weißer Gänsefuß

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Weißer Gänsefuß Weißlinge Der Weiße Gänsefuß (Chenopodium album), auch Acker-Melde genannt, gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). Die Pflanze ist einjährig und kann je nach Standortbedingungen ganz unterschiedlich hoch wachsen (von einigen cm bis 2m). Gleichzeitig kann er bis zu 1 m tief wurzeln. Der Weiße Gänsefuß gedeiht vor allem auf stickstoffhaltigen Böden. Die Pflanze ist vor allem in den gemäßigten Zonen Europas und Asiens verbreitet, im Mittelmeergebiet ist sie seltener. Er wurde aber weltweit verschleppt. Die Pflanze ist aufrecht stehend und reich verzweigt. Stängel und Blätter sind etwas weißlich bestäubt. Der Weiße Gänsefuß hat einen leichten, angenehmen Geruch. Der Stängel hat flache Kanten und ist oft – ebenso wie die Blattachseln –  rot gefleckt. Die unteren Blätter sind blaugrün, die oberen eher grüngelb gefärbt. Die Blätter werden bis 8 cm lang, sind von rhomboider bis lanzettartiger Form und grob gezähnt bis gelappt. Die Blüten sind kleine und stehen zu dichten Büscheln in Rispen oder Ähren am Spross. Die Blütezeit legt zwischen Mai und August. Die Blüten werden vor allem durch Windbestäubung befruchtet. Die kleinen Samen sind schwarz mit einer stark strukturierten Oberfläche. Eine einzige Pflanze kann mehr als 1.500.000 Samen erzeugen. Die Samen können im Boden viele Hundert Jahre überdauern und keimfähig bleiben. Früher wurden in schlechten Zeiten diese Samen mit dem Roggen zu Brot gebacken. Gekocht lässt sich der Weiße Gänsefuß wie Spinat verwenden. Auch als Heilpflanze findet er gegen einige Leiden und Krankheiten Verwendung.
Der Weiße Gänsefuß wird von einigen Insekten als Nahrungspflanze genutzt, darunter die Raupen einiger Schmetterlingsarten, Ameisen, Larven der Minierfliegen, Wanzen und die  Schwarze Bohnenlaus Aphis fabae.

Schäden
In der Landwirtschaft bereitet er als häufiges Unkraut auf Rüben- und Kartoffelfeldern einigen Ärger. Der Getreideanbau ist davon weniger betroffen. Als Pionierpflanze besiedelt der Weiße Gänsefuß auch Brachflächen und Baustellen. Bereits in der Jungsteinzeit galt er als Kulturfolger. Auch auf freien Flächen im Garten macht er sich breit. Der Weiße Gänsefuß wird von einigen Schadpilzen parasitiert, darunter auch der Weiße Mehltau.
Der Weiße Gänsefuß kann dem Boden größere Mengen an Nährstoffen und damit auch den angebauten Nutzpflanzen entziehen. Wächst nur jeweils eine größere Pflanze des Weißen Gänsefußes pro m2, dann kann der Ernteverlust beim Winterweizen, Sommergerste und hafer bereits bis zu 4gk pro Hektar betragen.

Maßnahmen
Der Weiße Gänsefuß ist ein konkurrenzstarkes Unkraut, das sich häufig gegen andere Unkräuter, aber auch gegen einige Nutzpflanzen durchsetzt und diese dann verdrängt. Der Weiß Gänsefuß ist eines der Leitunkräuter vor allem im Rübenanbau und wird dort vor allem mit Metamitron, einem Wirkstoff aus der gruppe der Triazone, bekämpft.
Der Weiße Gänsefuß ist ein Samenunkraut. Daher sollte man ihn im Garten vor der Blüte als kleine Pflanze aus dem Beet durch Auszupfen oder Harken entfernen. Taucht er zusammen mit anderen Gartenunkräutern im Rasen auf, dann ebenfalls vor Blüte gemäht werden. Auf Gehwegen kann der Weiße Gänsefuß durch Hacken, Abflammen oder ein geeignetes Herbizid (z.B. durch das Präparat Vorox) bekämpft werden. Ein altes Hausmittel besteht auch darin, einfach einen Teelöffel Kochsalz direkt auf die Pflanze zu streuen, dann trocknet sie aus und geht ein.

Bild Quelle
Weißer Gänsefuß
Foto: follavoine.net, Creative Commons License Attr.-Share Alike 3.0 Unported
Quelle: http://commons.wikimedia.org


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