Kiefernkultur-Gespinstblattwespe

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Kiefernkultur-Gespinstblattwespe Gespinstblattwespen Familie Die Kiefernkultur-Gespinstblattwespe Acenatholyda hierolgyhica gehört zu den Gespinstblattwespen (Familie Pamphiliidae). Sie kommt in Europa von Lappland bis in den Alpen vor. Bevorzugter Aufenthaltsraum sind lichte, junge Kieferwälder und –forste, sowie Waldränder.
Die adulte Wespe ist etwa 1,5 cm groß. Kopf und brustsegmente sind schwarz mit intesiv gelben Flecken. Das erste Abdominalsegment und das Hinterleibsende sind ebenfalls schwarz, der übrige Hinterleib leuchtend rot gefärbt. Die Flügel sind transparent gelblich gefärbt.
Die Flugzeit fällt in die Sommermonate. Zur Eablage ritzen die Weibchen die Spitzen neuer kieferntriebe an und legen dann jeweils ein Ei darin ab. Die grünen Larven spinnen die Nadeln der obersten Triebspitzen ein und fressen noch jungen,hellgrünen Nadeln an. Im Laufe der larvaleriode wandern die Larven triebabwärts, immer geschützt durch eine bauchige Gespinströhre. Im Laufe der Zeit ist dieser Gespinstsack außen und innen mit braunen Kotkrümeln bedeckt und kann eine Länge von bis zu 8 cm erreichen. Im letzten Stadium ziehen sich die nun 25mm großen Larven zum Überwintern in den Boden zurück. Dort verpuppen sie dann im nächsten Mai, und die adulten Wespen schlüpfen ab Juni.

Kiefernkultur-Gespinstblattwespe Gespinstblattwespen Familie Bild Quelle
Larve der Kiefernkultur-Gespinstblattwespe
Foto: Beentree, Creative Commons License Attr.-Share Alike 3.0 Unported
Quelle: http://commons.wikimedia.org

Schäden
Die Larven dieser Gespinstblattwespen fressen im Sommer von den Triebspitzen der Kiefer beginnend langsam nach unten. Dabei schützen sie sich durch einen Gespinstsack, der mit braun-roten Kotkrümeln angefüllt ist.
Als Forstschädling befällt die Kiefernkultur-Gespinstblattwespe vor allem junge Waldkiefern Pinus syvestris. Auch im Hobbygarten können die Larven an einigen kiefernarten Schaden anrichten.

Kiefernkultur-Gespinstblattwespe Gespinstblattwespen Familie Bild Quelle
Die Raupen der Kiefernkulturgespinstblattwespe haben sich an der Triebspitze einer Kiefer eingesponnen
Foto: Beentree, Creative Commons License Attr.-Share Alike 3.0 Unported, Quelle: http://commons.wikimedia.org

Maßnahmen
Im Garten reicht es, wenn man  – sobald die ersten Gespinstsäcke der Larve zu sehen sind, Gespinst mitsamt den Larven entfernt. In hartnäckigen Fällen empfiehlt Scotts-Celaflor die befallenen Triebe mit Schädlingsfrei Careo® als Spray, Konzentrat oder Rosenspray zu spritzen. Diese Produkte basieren auf dem Wirkstoff Acetamiprid. Ebenso geeignet ist der Wirkstoff Thiacloprid, der im Bayer Schädlingsfrei Calpyso (von Bayer CropScience) enthalten ist.
Produkte auf der Basis von Rapöl und Pyrethrum (z.B. Neudroffs Spruzit Schädlingsfrei) eignen sich zur Bekämpfung der Larven im gewerblichen Anbau von Kiefern. Diese Produkte haben allerdings nur noch eine Zulassung bis Ende 2012.

Bild Quelle Titel
Kiefernkultur-Gespinstblattwespe
Foto: Fabio Stergulc, Creative Commons License 3.0 US-amerikanisch
Quelle:  http://commons.wikimedia.org


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