Genetzte Ackerschnecke

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Genetzte Ackerschnecke Schnecken Genetzte Ackerschnecke Deroceras reticulatum (Familie Ackerschnecken – Agriolimacidae) Die Genetzte Ackerschnecke ist eine der häufigsten Nacktschneckenarten in Mitteleuropa. Sie kommt fast in ganz Europa (außer im Mittelmeergebiet) vor und wurde auch in andere Kontinente verschleppt. Als Kulturfolger ist sie vor allem in Gärten häufig.
Ausgestreckt kann diese Nacktschnecke bis zu 6 cm messen. Die Grundfärbung ist variabel, meist aber hellbraun mit einer dunkleren, netzartigen Zeichnung. Die Flecken können aber auch völlig fehlen oder zusammenlaufen, sodass die Schnecke dann fast schwarz aussieht. Die Fußsohle ist hell, das Atemloch von einem hellen Ring begrenzt. Die Haut wirkt dick und schrumpelig.
Wie alle Nacktschnecken ist auch die Genetzte Ackerschnecke ein Zwitter. Je nach Region und Klimaverhältnisse gibt es eine oder mehrere Genartionen pro Jahr. Die kleinen, etwa 5 mm langen  Schnecken schlüpfen in den Frühjahrs- und Sommermonaten aus den Eiern und sind nach etwa 12 Wochen bereits wieder geschlechtsreif. Die Schnecken paaren sich im Spätsommer, Selbstbefruchtung ist äußerst selten. Adulte Tiere ziehen sich zu Winterbeginn in den Boden zurück. In der Regel überlebt die Genetzte Wegschnecke den Winter aber im Eistadium.

Schäden
Als Allesfresser nimmt die Genetzte Ackerschnecke ein großes Nahrungsspektrum zu sich von kompostiertem Pflanzenmaterial, Alge, Aas, Kot u.a.., am liebsten aber frische Grünpflanzen. Typisch Bild, welches sie dabei hinterlässt, ist ein sogenannter Lochfraß an den Blättern. Die Schäden, die sie in Landwirtschaft und Gärten verursacht, können beträchtlich sein. In einer einzigen Nacht können ganze Salatbeete kahl gefressen werden. Grüner Spargel, Gemüsesetzlinge, Kohlsorten u.v.m. stehen auf ihrem Speiseplan. Und was nicht angefressen und dadurch ruiniert wird, ist oft durch die hinterlassenen Kot- und Schleimspuren unegnießbar und unverkäuflich geworden.

Maßnahmen
So weit verbreitet und schädlich die Genetzte Ackerschnecke ist, so breit gestreut sind auch die Tipps, Ratschläge und Mittel zur Schneckenbekämpfung:

  • Vorbeugend kann man um die zu schützenden Pflanzen herum trockene Sägespäne, Gesteinsmehl, scharfkantigen Quarzsand, Asche oder ähnliches Material streuen, auf dem sich die Nacktschnecke auf ihrer Schleimspur kaum fortbewegen kann.
  • Auch Schneckenzäune können als unüberwindliche Barrieren nützliche Dienste leisten.
  • Der Geruch von Thymian und Salbei, aber auch von Tomaten hält die Schnecken fern. Kaffee ist für die Schnecken giftig.
  • Die Kulturpflanzen sollte man morgens gießen. Dann trocknet der Boden bis zur Abenddämmerung, wenn die Schnecken aktiv werden, ab. Trockener Untergrund erschwert den Schnecken die Fortbewegung.
  • Ein weiteres Mittel, um die Nacktschnecken abzuhalten, aber nicht zu töten, hat Scotts-Celaflor mit Naturen Schnecken-Stopp entwickelt. Durch eine natürliche Gelbarriere, auf der sich die Schnecken nicht fortbewegen können, hält es die Schnecken auf Distanz.
  • Nacktschnecken haben einige Fressfeinde, denen man im Garten gute Rahmenbedingungen bieten sollten: Igel, Spitzmäuse, verschiedene Laufkäferarten oder der Schneckenaaskäfer Phosphuga atrata, um nur einige zu nennen.
  • Zur Biologische Bekämpfung dieser Nacktschneckenart wird seit einiger Zeit der Fadenwurm (Nematode) Phasmarhabditis hermaphrodita eingesetzt, der bei Befall ein tödlich wirkendes Bakterium auf die Schnecke überträgt.
  • Immer wieder gern empfohlen werden auch sogenannte Bierfallen. Das lockt aber auch weitere Schnecken aus der Umgebung unnötig an. Stattdessen kann man auch Bretter auslegen, unter die sich die Schnecken vor Tagesanbruch zum Schutz vor Austrocknung zurückziehen.
  • Es gibt verschiedene Molluskizide (= Schneckengifte): Mittel auf der Wirkstoffbasis von Eisen-III-Phosphat (z.B. Ferrumol), das durch Veränderungen an den inneren Organ zum Fraßstopp und schließlich zum Tod der Schnecken führt. Es ist zum Beispiel im Schneckenkorn Limex von Scotts-Celaflor enthalten.  Metaldehyd (z.B. Mesurol) führt zum Austrocknen der Schnecken durch eine vermehrte Schleimabsonderung. Methiocarb bewirkt eine Lähmung der nerven und Muskulatur der Schnecken.

Bild Quelle
Photo: Joseph Berger, Creative Commons License
3.0 US-amerikanisch
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Deroceras_reticulatum.png?uselang=de


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