Kiefernspanner

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Kiefernspanner Spanner Familie Kiefernspanner Bupalus pinarius (Familie Spanner)
Die Unterschiede in der Flügelfärbung zwischen Männchen und Weibchen sind im Photo oben deutlich zu erkennen. Die Flügel des Männchens sind dunkelbraun bis fast schwarz, die des Weibchens heller bräunlich-gelb mit undeutlicher Musterung. Außerdem ist das Faltermännchen etwas größer als das Weibchen. Seine Flügelspannweite ist ungefähr 3,5 cm, dass des Weibchen nur bis zu 3,4 cm. Die Vorderflügellängen betragen 1,8, bzw. 1,4 cm. Die Flugzeit reicht von Mai bis in den Juli hinein. Sie sind überwiegend tagaktiv. Das Weibchen legt die Eier in Reihen auf den Kiefernadeln ab.
Kiefernspanner bewohnen die gemäßigten Zonen Europas, aber nur dort, wo es Kiefernwälder gibt. Die Art kommt in den Kiefernwäldern rund um Berlin und in Brandenburg besonders häufig vor. Die Flugzeit reicht von April bis Juni. Die Raupen sind von Juli bis Oktober zu finden. Sie werden bis zu 3 cm lang. Die Grundfärbung der Raupen ist intensiv grün mit mehreren weißen Linien auf dem Rücken, die dunkel gesäumt sind. Zusätzlich haben sie an den Flanken gelbe oder weiße Längsstreifen. Sie fressen ausschließlich an Nadelbäumen. Im Herbst verkriechen sich die Raupen im Boden und überwintert dort. Meist erst gegen Ende des Winters verpuppen sie sich.

Schäden
Der Kiefernspanner ist ein ausgesprochener Forstschädling. Die Raupen fressen jedoch nur alte Kiefernnadeln aus dem Vorjahr, junge Nadeln werden dagegen verschmäht. In warmen Regionen mit mäßigen Regenmengen und trockenen Sandböden kann es besonders häufig zu Massenvermehrungen des Kiefernspanners kommen. Befallen werden vor allem alte Bäume. Da die neuen Nadeln nicht gefressen werden, können sich die Knospen mit den kommenden Nadeln voll entwickeln. Dadurch hält sich der Schaden meist in Grenzen, da der Neuaustrieb im kommenden Jahr gesichert bleibt. Größere Schäden bis zum Absterben der Bäume gibt es erst nach einem zweiten Kahlfraß. Zu den natürlichen Feinden des Kiefernspanners gehören zahlreichen Schlupfwespenarten und Raupenfliegen, Ameisen, Laufkäfer und Raubwanzen, sowie Vögel, Mäuse und Spitzmäuse. Dachse und Wildschweine können durch das Wühlen im Boden die Puppenruhe des Kiefernspanners nachhaltig stören.

Maßnahmen
Da die Kiefernspanner ausschließlich in reinen Monokulturen Schäden anrichten, sollten künftig vor allem standortgerechte Mischwälder angepflanzt werden.

Bild Quelle
Photo: Beentree, Creative Commons License
Attr.-Share Alike 3.0 Unported
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bupalus_piniarius_1_beentree.jpg?uselang=de


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