Frostspanner kleiner

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Frostspanner kleiner Spanner Familie Kleiner Frostspanner Operophtera brunata (Familie Spanner)
Die Männchen des Kleinen Frostspanners haben bis zu 14 mm lange Vorderflügel und eine Spannweite der Flügel von bis zu 25 mm. Die Weibchen haben nur rudimentäre Stummelflügel. Die Männchen haben wie alle Vertreter der Spanner relativ breite Flügel, die in Ruhestellung flach ausgestreckt werden. Dabei sind auch die Hinterflügel zu sehen. Die Flügel sind grau bis hellbraun mit mehr oder weniger deutlichen, gezackten Linienmustern, die sich teilweise auch auf den Hinterflügeln fortsetzen.
Die Weibchen sind halb so klein wie die Männchen und haben einen gedrungenen, dicken Hinterleib, der mit Eiern angefüllt ist. Nach dem Schlüpfen aus der Puppenhülle wartet das Weibchen in der Nähe, bis es vom Männchen aufgespürt und befruchtet wird. Danach legt es die Eier ab und stirbt bereits wenig später. Die Männchen werden zur Begattung von den Weibchen mit Pheromonen angelockt.
Der Kleine Frostspanner kommt in ganz Europa bis an den Polarkreis vor. Die Art ist überall häufig. Die Flugzeit der Männchen reicht von Mitte Oktober bis Ende Dezember. Im Gegensatz zu anderen Schmetterlingen werden sie erst bei kalten Temperaturen aktiv (daher der Name Frostspanner!). In warmen Oktobernächten stellen sie dagegen ihre Flugaktivitäten ein und beginnen erst wieder bei Nachtfrost zu fliegen. Dies ist vermutlich eine Anpassung an ihre natürlichen Feinde, die Singvögel, die im Herbst bereits zum großen Teil Richtung Süden abgezogen sind.
Der Kleine Forstspanner überwintert auf dem Eistadium. Die Raupen schlüpfen dann erst im folgenden Mai und leben bis Ende Juni. Auch diese Art zeigt die typische spannerraupenartige Fortbewegung. Die gekrümmte Haltung beim Vorwärtskriechen rührt daher, weil ihnen einige der Scheinfüßchen auf der Bauchseite fehlen.
Die Raupen fressen die Blätter von Obstbäumen, nehmen aber auch faulendes Laub und sogar Flechten als Nahrung. Um sich vor Fressfeinde zu schützen, spinnen sie sich in den Blütenknospen der Bäume ein. – Frisch geschlüpften Raupen lassen sich oft an Spinnfäden mit dem Wind treiben, um so neue Areale zu besiedeln. Die Raupen verpuppen sich im Boden.

Schäden
Die Raupen können an Obstbäumen große Schäden bis zum völligen Kahlfraß anrichten.

Maßnahmen
Vorbeugend können Leimringe an den Bäumen angebracht werden, welche die Weibchen am Emporkriechen in die Blattkronen hindern. Die sterbenden Weibchen legen dann aber oft noch ihre Eier auf dem Leimring ab. Dieser muss dann entfernt und verbrannt werden, bevor die Raupen ausschlüpfen können. Statt Leimringe kann man auch den sogenannten Raupenleim verwenden, der sich in Warmwasser aufgelöst, gut auf der Baumrinde verstreichen lässt. Im Frühjahr kann zusätzlich zur Bekämpfung der Raupen ein Bacillus thuringiensis- Präparat gespritzt werden.

Bild Quelle
Photo: : Gyorgy Csoka, Creative Commons
License Attr.-Share Alike 3.0 Unported, Quelle:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Operophtera_brumata_larva.jpg&filetimestamp=20090626141212


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