Frostspanner großer

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Frostspanner großer Spanner Familie Großer Frostspanner (Erannis defoliaria) (Familie Spanner)
Die Faltermännchen des Großen Frostspanners haben Vorderflüge mit einer Länge von bis zu 2 cm. Die Weibchen dagegen sind flügellos. Die Flügel des Männchens sind hell bis mittelbraun mit wenigen Schuppen. In der Mitte der Vorder- und Hinterflügel gibt es einen schwarzen Fleck. Körper und Beine des Weibchens sind hell grauweiß bis gelblich mit vielen schwarzen Flecken und Sprenkeln.
Der Große Frostspanner ist in der Laubwaldzone Europas weit verbreitet und häufig. Im südlichen Mittelmeerraum kommt er allerdings nicht vor. Bevorzugter Lebensraum sind lichte Mischwälder und naturbelassene bis verwilderte Gärten. Die Männchen fliegen im Spätherbst nach Einbruch der Dämmerung. Tagsüber verstecken sie sich an Baumstämmen oder im Falllaub. Das Falterweibchen kriecht zur Eiablage an den Baumstämmen hoch. Die Eier werden in den Knospen abgelegt und überwintern dort. Die jungen Raupen schlüpfen dann erst im April des kommenden Jahres. Die frisch geschlüpften Raupen sind zunächst hellgelb gefärbt, später wird die Grundfärbung intensiver bis zu einem rötlichen Orangeton. Allerdings ist die Färbung sehr variabel. Die spannerraupenartige Fortbewegung hat dieser Schmetterlingsfamilie ihren deutschen Namen „Spanner“ gegeben. Die Raupe macht dabei einen Buckel, streckt den Vorderkörper aus, schiebt sich nach vorne, zieht den Hinterkörper nach, bis sich wieder ein Buckel bildet. Die Raupen fressen zunächst die Knospen, später dann auch die Blätter, vorzugsweise von Eichen und Buchen, aber auch vielen anderen Laubbäumen.

Schäden
Bei starkem Raupenbefall können die Großen Frostspanner einigen Schaden an Obstbäumen anrichten. Tritt die Art zusammen mit dem Kleinen Forstspanner, Schwammspinner oder dem Eichenprozessionsspinner auf, so kann es bei wiederholten Kahlfraß durch die Raupen zum Absterben der Bäume kommen. Größere Schäden sind dabei vor allem in Obstbaumplantagen und Monokulturen zu verzeichnen.

Maßnahmen
Die flügellosen Weibchen des Großen Forstspanners können durch Leimringe um die Baumstämme am Emporkriechen und der Eiablage in den Baumkronen gehindert werden. Zusätzlich können Insektizide zur Bekämpfung der Raupen in den im Frühjahr aufkeimenden Knospen eingesetzt werden. Dazu eignen sich vor allem Bacillus thuringienis – Präparate.

Bild Quelle
Photo: H.Krisp, Creative Commons License
Attr.-Share Alike 3.0 Unported
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/7f/Erannis-defoliaria-Raupe-Frostspanner.jpg?uselang=de


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