Schlangen-Miniermotte

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Schlangen-Miniermotte   Lyonetia clerkella   (Familie Kleinschmetterlinge)
Die Falter der Schlangenminiermotten sind mit  3 bis 4 mm relativ klein und haben nur eine Flügelspannweite von bis zu 0,8 cm. Die Hinterflügel sind sehr schmal, haben aber lange Fransen. Die Vorderflügel sind im Vergleich zu anderen Miniermotten ebenfalls relativ schmal. Die Grundfärbung der Vorderflügel ist silbrig weiß mit einem fast rechteckigen dunkelbraunen Fleck vor der Flügelspitze, die mit zottelig wirkenden, langen Fransen besetzt ist. Die extrem schmalen Hinterflügel sind mit langen Fransen besetzt.
Die Schlangenminiermotten sind in der Laubwaldzone von Europa und Nordafrika weit verbreitet. Sie halten sich vor allem in Laubwäldern, in Gärten und an Hecken auf. Die Falter fliegen fast das ganze Jahr über, wobei die letzte Generation bis Ende April unter den Borkenschuppen der Baumrinde oder auch im Falllaub überwintert. Die Eier werden von den Weibchen einzeln über ein Einstichloch ins Blattgewebe abgelegt, pro Weibchen könne auf diese Weise bis zu 60 Eier abgelegt werden.
Nach 2 Wochen schlüpfen die Erstlarven und bohren sich ins Blattgewebe ein. Die Raupen legen dabei schlangenlinienförmige Minengänge in den Blättern von Kirsch- und Apfelbäumen, Pflaumen, Kirschlorbeer, Felsenbirnen und anderen Laubbäumen (Birken und Ebereschen) an. Pro Blatt minieren 1 bis 3, im Extremfall aber auch bis zu 30 Raupen. Dabei kann jeder Gang im Laufe der Raupenentwicklung eine Länge von 12 cm erreichen! Die ausgewachsenen Raupen sind dann etwa einen halben Zentimeter lang, grün mit braunem Kopf und Beinen. Die Raupenentwicklung ist nach ca. 3 Wochen vollendet. Die Raupen verlassen ihre Minen über einen bogenförmigen Schlitz, wandern auf die Blattunterseite und legen weiße Gespinströhren sehen an, in denen sie sich  verpuppen. Die Gespinströhren sind bis zu 7 mm lang und hängen an einem dünnen Seidenfaden. Die hellgrün gefärbte puppe ist etwa 3,5 mm groß.

Schäden
Die Schäden, die diese Miniermotte an den Obstbäumen anrichten kann, bleiben verhältnismäßig gering. Daher sollte auf Insektizide weitgehend verzichtet werden. Zugelassen sind im gewerblichen Obstanbau Präparate mit dem Wirkstoff Dimethoat (z.B. Rogor 40l oder Perfekthion von BASF) Man kann stattdessen die Raupen zerdrücken und die Puppenkokons mitsamt den befallenen Blättern entfernen.
Die Schäden, die die erste Raupengeneration hinterlässt, sind wesentlich geringer als die der Folgegenerationen. In Jahren einer Massenvermehrung vermehren sich auch ihre Feinde, die Schlupfwespen, sehr rasch, sodass die Populationsgröße im Folgejahr wieder auf ein Normalmaß reduziert wird.

 

 


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