Robinien-Miniermotte

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Robinien-Miniermotte Miniermotten Familie Robinien-Miniermotte   Phyllonorycter robiniella   (Familie Kleinschmetterlinge)
Die Wirtspflanze der Robinien-Miniermotte, die Robinie, wurde bereits im 17.Jahrhundert von Nordamerika aus in Europa angepflanzt. Dabei muss  fast vierhundert Jahre später  auch der Schädling auf dem gleichen Weg nach Europa gelangt sein.  Denn er wurde erst 1983 in der Schweiz entdeckt. In den letzten dreißig Jahren hat sich die Art dann in fast ganz Europa ausgebreitet.

Merkmale
Die Falter der Robinienminiermotte werden nur etwa 0,3 cm groß. Die Vorderflügel sind orange-weiß gezeichnet, unterbrochen von dunklen Linien. Außerdem fallen die langen Fransen an den Hinterflügeln auf. Die Robinienminiermotte hat 2 bis 3 Generationen, deren Flugzeiten sich zwischen Frühsommer und Frühherbst überlappen. Die Eier werden von den Weibchen an der Unterseite der Fiederblätter der Robinie abgelegt. Oft sieht man dann mehr als eine Erstlarve auf jedem Blatt. Bis zu 10 Raupen können in einem Blatt minieren. Dabei wachsen die  Einzelminen bald zu einer großen Gemeinschaftsmine  zusammen. Die Raupenzeit dauert zwischen 1 ½ un 3 Monaten, dabei häutet sich die Raupe fünf Mal.
Schäden
Während man auf der Blattoberseite zunächst nur einzelne, unpigmentierte Sprenkel sieht, sind die noch geschlossenen, aufgetriebenen Platzminen in Silberweiß auf der Blattunterseite deutlich zu erkennen. Je nach Klimazone überwintern diese Miniermotten als adulter Falter oder als Raupe, bzw. Puppe.
Bei starkem Befall wirft der Baum bereits vorzeitig alle Blätter ab.

Maßnahmen
Will man chemischen Insektiziden den Schaden in Grenzen halten, dann muss man bereits während der Eiablage spritzen, denn die ausschlüpfenden Erstlarven fangen sofort an, in den Blättern Minen anzulegen und sind dann mit Kontaktgiften kaum noch zu erreichen. Es gibt mehrere Schlupfwespenarten, Vertreter der Eulophiden (Erzwespen) und den Braconiiden (Brackwespen), deren Larven die Raupen der Robinienminiermotte parasitieren.

Bild Quelle

Geschlossene und aufgeplatzte Mine der Robinien-Miniermotte (Photos: Olaf Leillinger, Creative Commons License 2.5 US-amerikanisch, Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Phyllonorycter.robiniella.6876.jpg?uselang=de  und http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Phyllonorycter.robiniella.6877.jpg&filetimestamp=20050923140721


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