Roundup wird verboten

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Roundup wird verboten Unkrautvernichter Roundup wird in den Niederlanden Ende 2015 verboten – warum nicht auch bei uns?

Wie das online-Magazin http://marbec14.wordpress.com berichtet, wird in den Niederlanden der Verkauf von Glyphosat-haltigen Produkten an private Verbraucher verboten. Die Initaive dazu ging allerdings nicht von der neiederländischen Regieung aus, sondern von mehreren kleinen Parteien. U diesem Anliegen Nachdruck zu verleihen, wurde eine Webseite Gifkikker.nl ins Leben gerufen.  Glyphosat ist ein Phosphonat, welches zur Bekämpfung von Unkräutern eingesetzt wird. Es ist zwar im Vergleich zu anderen Herbiziden weniger toxisch für Tere, hat eine kürzere Lebensdauer und eine geringere Mobilität, breitet sich also weniger stark n der Fläche aus. Glyphosat wird aber nicht in reiner Form eingesetzt, sondern ist Bestand einiger Breitbandherbizide. Eines der am häufigsten in der Landwirtschaft angewendeten Breitbandherbizide, welches Glyphosat als Hauptkomponente enthält, ist Roundup des amerikanischen Großkonzern Monsanto.  Je nach Anwendungsbereich des Roundup ist das Glyphosat in unterschiedlichen Konzentrationen enthalten und kann weitere aktive Inhaltsstoffe wie Paraquat, 2.4D, Carbofuran und andere enthalten. Und damit Roundup besser auf den Pflanzen haften bleibt, enthält es auch ein Netzmittel. In der Regel handelt es sich dabei um POEA (= polyethoxyalted tallwo amine, zu deutsch Tallowamin). Und dieses Netzmittel macht bis zu 15% der Inhaltsstoffe von Roundup aus. Und dieses Netzmittel ist für Fische und andere im Wasser lebende Tiere toxischer als für Landtiere und toxischer als das Glyphosat selbst. Daher sind auch bei uns mit dem Einsatz von Roundup Auflagen und Einschränkungen verknüpft. So darf Roundup nicht im Wasser angewendet werden und zu Gewässern muss ein Mindestabstand von3m eingehalten werden.  Das gilt natürlich auch für Gartenteiche. Doch welcher Hobbygärtner hält sich schon daran? Nach dem Motto, viel wirkt viel. Inzwischen zählt nämlich Roundup in Form von Kleingebinden zu den häufigsten an Hobbygärtner und Privatanwender verkauften Insektiziden. Auch an öffentlichen Wegen gilt das Anwendungsverbot.

Roundup wirkt als Kontaktgift auf die oberirdischen grünen Pflanzenteile, von den Wurzeln im Boden wird es dagegen nicht aufgenommen. Das macht es vor allem bei Landwirten zu einem der beliebtesten Herbizide. Denn sie können in einem Arbeitsgang das Herbizid auf dem Feld ausbringen, aus dem letzten Jahr stehen gebliebenes Unkraut vernichten und gleichzeitig das neue Saatgut ausbringen.

Roundup wirkt tatsächlich wie ein Rundumschlag und vernichtet alle Pflanzen ohne Ausnahme. Damit können also nicht nur Unkraut, sondern auch Nutzpflanzen vernichtet werden. Aber Monsanto hat in seiner Gentech-Abteilung quasi als Gegengift ein gentechnisch verändertes Saatgut entwickelt, welches resistent gegenüber Glyphosat und damit auch gegen Roundup ist. So weit bekannt, handelt es sich dabei um gentechnisch veränderten Mais, Raps, Baumwolle und Soja. Damit kann sich Monsanto mit der Zeit ein Monopol verschaffen. Dies ist mit ein Grund, warum der Anbau von Gen-Mais in einigen Ländern verboten ist. In Deutschland hat sich die Politik dazu bisher nicht durchringen können. Obwohl weite Teile der Bevölkerung gegen de n Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen sind und sich in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter eine immer größer werden Gruppe gegen Monsantos gentechnisch veränderte Pflanze und Saatgut  sich formiert.

In vielen Ländern wird Roundup immer noch als harmlos, sicher, umweltverträglich und biologisch abbaubar propagiert. Obwohl inzwischen in verschiedenen Ländern schwere Vergiftungsfälle bekannt geworden; das betrifft schwere Nierenschänden, neurologische Störungen und Schädigungen des Nervensystem, aber auch in die Anreicherungsraten in Fettgeweben  und Rückstände in der Milch stillender Mütter. Und die Abbauraten von Roundup sind so langsam, dass man es eigentlich nicht als umweltverträglich und biologisch abbaubar bezeichnen kann.   So musste Monsanto bereits im Jahre 1996 im US-Bundesstaat New York eine Unterlassungserklärung abgeben. Es darf dort nicht mehr damit werben, dass Roundup harmlos und ungiftig, umweltverträglich und biologisch abbaubar sei. In Frankreich soll Roundup bereits nicht mehr in Gartencentern zum Verkauf angeboten werden. Und es wurde dort verschiedene Initiativen in Gang gesetzt werden, um Glyphosat und Glyphosat-haltige Herbizide die Zulassung zu entziehen. In Brasilien fordert die Staatsanwaltschaft die Anwendung von Glyphosat und andere Inhaltsstoffe von Roundup zu untersagen, bis deren Unbedenklichkeit wirklich zweifelsfrei beweisen wäre.

Warum kann man sich zu solchen Schritten in Deutschland nicht entschließen? Roundup wird exklusiv von Scotts Celaflor vertreiben, die sich das lukrative Geschäft mit Roundup wahrscheinlich nicht entgehen lassen möchte. Obwohl gerade Scott Celaflor ein ganzes Sortiment an wirklich umweltverträglichen biologischen Unkraut – und Schädlingsbekämpfungsmittel anbietet und teilweise auch selbst entwickelt hat.

Ist erst einmal das Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) der EU mit den USA unterzeichnet und in den einzelnen Ländern ratifiziert, dann könnte Monsanto – wenn Roundup z.B. bei uns verboten und vom Markt genommen würde, hohe Schadensersatzforderungen geltend machen.


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