Wegerauke

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Wegerauke Rasenunkraut Die Weg-Rauke (Sisymbrium officinale), auch Raukensenf genannt, gehört zu den Kreuzblütengewächsen (Brassicaceae). Sie ist eines der häufigsten Unkräuter auf Feldern und in den Gärten. Bevorzugte Standorte sind stickstoffreiche Böden. Die Wegerauke breitet sich wie alle Unkräuter vor allem auf brachliegenden Flächen, Wegen, an Mauern und Schuttplätzen aus. Früher war die Wegerauke eine bekannte Heilpflanze, das ist heute in Vergessenheit geraten, zumal aus einem hohen Vitamin C- und gerbsäuregehalt keine weiteren wertvollen Inhaltsstoffe nachgewiesen werden konnten. Gelegentlich werden Blätter und Samen zum würzen von Wildsalaten in der Küche genutzt.
Die Wegerauke ist einjährig und erreicht eine Höhe von maximal 70 cm. Sie hat einen aufrecht wachsenden Stängel mit seitlichen abstehenden, kurzen Ästchen, an deren Spitze die gelben Blütentrauben und die eng anliegenden schotenförmigen Früchte stehen. Die unteren Blätter sind schrotsägeförmig, die oberen lanzettförmig schmal. Die nur 3mm großen, gelben Blüten erscheinen im Mai. Die Früchte reifen zwischen Juli und Oktober. Die Samen werden mit dem Wind verbreitet. Die Wurzeln können bis in eine Tiefe von 50 cm reichen.

Schäden
Die Wegerauke kann als Ackerunkraut vor allem im Rapsanbau und beim Wintergetreide stören. Sie besiedelt dabei zunächst die Feldränder und dingt dann schnell in den Schlag vor. Dabei kommt ihr Zugute, dass die Samen mit dem Wind verbreitet werden und sogenannte Lichtkeimer sind, d.h. die auf der Erdoberfläche liegenden Samen können direkt wieder ohne Erdbedeckung keimen.

Maßnahmen
Man versucht, mit Rapsherbiziden die häufigsten Ackerunkräuter wie Hirtentäschel, Wegrauke und Ackerhellerkraut im Vorauflauf, d.h. innerhalb weniger Tage nach Aussaat zu bekämpfen. Dazu stehen einige clomazonehaltige Präparate zur Verfügung. Um eine optimale Wirkung erzielen zu können, müssen auf dem feuchten Saatbeet bei Temperaturen unterhalb 25oC ausgebracht werden. Im Nachauflauf, etwa eine Woche nach der Aussaat, kann Butisan Top speziell gegen die Wegerauke eingesetzt werden. Oder Fox OS mit einer Breitenwirkung gegen viele Ackerunkräuter. Dies Mittel wird allerdings auch vom Raps am wenigsten vertragen und sollte daher nur im Splittingverfahren angewendet werden: Dabei kommt Fox OS im Vorlauf, Butisan Combo oder ein anderes Raps verträgliches Herbizid im Nachlauf zum Einsatz.
Im Garten reicht einfaches Jäten. Da sich die Wegerauke über die Samen ausbreitet, ist es nicht nötig die komplette Wurzel mitauszureißen oder auszugraben. Da die Wegerauke ein Lichtkeimer ist, kann man durch regelmäßiges Harken des Bodens ein Auskeimen unterbinden.

Bild Quelle
Weg-Rauke
Foto: H.Zell, Creative Commons License Attr.-Share Alike 3.0 Unported
Quelle: http://commons.wikimedia.org


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