Löwenzahn

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Löwenzahn Rasenunkraut Unter Löwenzahn versteht man gewöhnlich den gewöhnlichen Löwenzahn Taraxum officinale, der auch eines der häufigsten Unkräuter im Garten ist. Es gibt jedoch eine ganze Reihe von Löwenzahnarten, auch anderer Gattungen und Arten wie z.B. den Schweizer Löwenzahn Leontodon helveticum, mit denen er verwechselt werden kann. Alle Arten gehören zur Familie der Korbblütler.
Löwenzahn vermehrt sich durch die Samen, die kleinen Fallschirmen gleich (Pusteblumen!) vom Wind fortgetragen werden, und durch Teile seiner fleischigen Pfahlwurzel. Direkt über dem Boden bilden sich über der kurzen Sprossachse die Blattrosette. Die lanzettförmigen Blätter werden bis zu 30 cm lang und sind – abgesehen von der Blattspitze – tief gezähnt. Die gelben Blüten stehen auf einem hohlen Stengel. Hauptblütezeit ist das Frühjahr, eine zweite Blüte kann im Herbst folgen.
Blattform und –länge können sich den jeweiligen Standortbedingungen anpassen: An ungestörten Plätzen und auf Wiesen bildet er bis lange, aufrechtstehende Blätter und Blütenstiele, auf häufig begangenen Wegen und gemähten Rasenflächen dagegen kleine, dicht am Boden anliegende Blattrosetten und kurze Blütenstiele.
Der Gewöhnliche Löwenzahn ist ursprünglich in Europa und Teilen Asiens verbreitet, aber mit pflanzensamen auch nach Nordamerika verschleppt worden. Da dort die natürlichen Feinde fehlen, hat er sich sehr schnell ausgebreitet, sodass man z.B. in Kanada versucht, europäische Nutzinsekten, die den Löwenzahn als Wirtspflanze nutzen, Herr zu werden.

Schäden und Nutzen
Wenn sich ausschließlich Löwenzahn auf Wiesen ausbreitet, so ist dies fast immer ein Zeichen für zu viel Dünger, z.B. mit Gülle. Auch im Rasen ist der Löwenzahn ein häufiges Unkraut. Andererseits ist Löwenzahn vor der Blüte geerntet eine wohlschmeckende Bereicherung eines Wildsalates. Löwenzahn fördert die Sekretbildung der Verdauungssäfte und kann als leichtes, natürliches Abführmittel dienen. Bienen profitieren vom reichen Blütennektar und produzieren daraus einen dickflüssigen, goldgeben Honig. Man kann auch aus den Blüten selbst einen honigartigen Gelee gewinnen.

Maßnahmen
Will man den Löwenzahn entfernen, sollte man dies tun, solange er noch gelb blüht und sich die Samen noch nicht entwickelt haben. Den Löwenzahn nur oberflächlich abzureißen, bringt aber nicht viel. Beim Ausgraben muss auch die mächtige Pfahlwurzel vollständig entfernen, sonst regeneriert sich die Pflanze aus zurückgebliebenen Wurzelstückchen. Zum Ausgraben kann man spezielle, schmale Löffelkellen verwenden.
Auf Gehwegen kann man dem Löwenzahn mit einer Gabe von gewöhnlichem Kochsalz den Garaus machen; dazu streut man einen Teelöffel Salz direkt in die Mitte der Blattrosette. Der Löwenzahn welkt dann und stirbt ab. Auf dem Rasen sollte man davon tunlichst absehen, um nicht auch die Gräser zu schädigen und den Boden zu versalzen.
Im Fachhandel gibt es selektiv wirkende Herbizide, die auch auf Löwenzahn wirken, Gräser aber schonen. Man sollte diese Unkrautvernichtungsmittel aber nicht großflächig versprühen, sondern gezielt auf das Unkraut spritzen oder besser noch als Granulat aufstreuen und dann kurz gießen. Eine nachhaltige Wirkung bis in die Tiefe der Wurzeln bringen z.B. die unter der Bezeichnung Roundup® Unkrautfrei angebotenen Produkte von Scotts-Celaflor, die auf der Basis von Glyphosat, bzw. beim sehr rasch wirkenden Präparat Roundup® Unkrautfrei Speed mit Glyphosat und Pelargonsäure ihre Wirkung entfalten.

Bild Quelle
Gewöhnlicher Löwenzahn Taraxum officinale macht sich im Rasen breit
Photo: Dahola, Creative Commons License Attr.-Share Ailke 3.0 Unported
Quelle: http://commons.wikimedia.org


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