Gartenunkräuter – Moos

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Moose sind eine äußerst artenreiche Pflanzengruppe.

Viele davon können sich auch im Rasen ausbreiten. Sie sind mehrjährig und vermehren sich im Generationswechsel mit geschlechtlich erzeugten Sporen und asexuellen, vegetativen Brutkörpern. Die meisten dieser Rasenmoose entwickeln sich bei Temperaturen zwischen 15 und 20oC optimal. Sie können sich nur unzureichend gegen Verdunstungsverluste schützen und bevorzugen daher feuchte, schattige Standorte.

Schäden
Wenn das Moos im Rasen überhandnimmt, so kann dies ein Zeichen für einen zu feuchten, nährstoffarmen Boden sein. Weitere Faktoren, die die Entwicklung von Moose auf Kosten der Rasengräser fördern, sind ein verdichteter oder lehmiger Boden, der das Wasser zu lange hält und schlecht drainiert ist. Auch die Lichtverhältnisse spielen eine Rolle: Moose bevorzugen schattige Plätze. Auch ein zu saurer oder ein mangelhaft gedüngter Rasen können Ursache für die Ausbreitung von Moosen im Rasen sein. – Moose können die Gräser im Rasen überwuchern und ersticken.

Maßnahmen
Zunächst sollte man die Gründe für die Ausbreitung von Moos im Rasen analysieren. Meist sind es Standortfaktoren, die die Konkurrenz der Moose gegenüber den Gräser stärken und die es zu beseitigen gilt.
Um den Rasen dauerhaft moosfrei zu halten, muss man ihn mindestens zweimal im Jahr vertikulieren und eventuell entwässern. Ist der Bauer zu sauer (pH<7), muss man ihn kalken.
Ist der Boden verdichtet oder zu lehmhaltig, dann sollte man ihn vor der Rasenaussaat mit Sand mischen und das Gelände eventuell zusätzlich drainieren.
Im Gegensatz zu den meisten Grassorten, die für Rasen geeignet sind, bevorzugen Moos einen feuchten, schattigen bis halbschattigen Standort. Daher sollte man für die Neuanlage des Rasens einen sonnigen und rasch abtrocknenden Platz wählen.

Im Fachhandel werden Moosvernichter angeboten, die man in Kombination mit einem Dünger auf die von Moos befallenen Stellen aufbringt. Wenn das Moos braun wird, ist dies ein Zeichen, dass das Mittel wirkt. Um zu vermeiden, dass der rasen verfilzt, muss man das abgestorbene Moos mit der Harke vorsichtig entfernen. Die entstandenen Kahlflächen werden mit Grassamen vermischt mit Sand und Erde neu eingesät.

Bei der Wahl eines Moosvernichters sollte man darauf achten, dass dieser kein Eisensulfat enthält. Denn die Rückstände können wenig schöne Rostflecken auf Stein und Zement hinterlassen. Naturen® Moosfrei (auf der bais von Essigsäure) und Rasen-Moosfrei Weedex® (mit dem Wirkstoff Qinoclamin) von Scotts-Celaflor sind zwei solcher Mittel, die keine Rostflecken auf den Steinplatten verursachen. Mit dem Substral® Rasendünger plus Moosvernichter wird der Rasen gelichzeitig gedüngt.

Um Moose im Rasen gar nicht erst aufkommen zu lassen, sollte man mit einem Streuwagen den Moosvernichter zusammen mit dem Rasendünger gelichmäßig, aber nur sparsam über die gesamte Fläche verteilen.
Das Moos kann sich im Rasen nur ausbreiten, wenn die Gräser geschwächt sind. Neben den Standortbedingungen können dafür auch das Fehler bei der Wahl des Saatgutes oder in der Rasenpflege verantwortlich sein:

  • Es gibt Spezialmischungen z.B. für Sportrasen, Zierrasen oder schattige Lagen. Je nach Standort und Beanspruchung ist eine entsprechende Grasmischung zu wählen. Dann haben Moose gegenüber den Gräsern kaum eine Chance.
  • Ein zu tiefer Schnitt schwächt das Gras, es kann sich nicht optimal entfalten und der rasen bietet dem Moos zuviel Platz zur Ausbreitung. Um dies zu vermeiden, sollte die Schnitthöhe des Rasenmähers zwischen 3,5 und 5 cm eingestellt werden, in schattigen Lagen aber nicht weniger als 4,5 cm.
  • Das Schnittgut ist sorgfältig zu entfernen, um ein Verfilzen des Rasens zu vermeiden.
  • Der Rasen sollte regelmäßig und immer mit der gleichen Schnitthöhe gemäht werden.
  • Konnte man jedoch längere Zeit nicht mähen – etwa während des Urlaubs – dann sollte man nicht wieder sofort auf die gesamte Schnitthöhe heruntermähen, sondern erst einmal nur die halbe Schnitthöhe wählen und sich dann allmählich auf die gewünschte Rasenlänge herunterarbeiten. Sonst wird der Rasen zu sehr geschwächt.

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