Korkwurzelkrankheit der Tomate

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Wenn das Wachstum der Tomatenpflanzen nachlässt, die Blätter zu welken beginnen und die Wurzeln verdickt und mit einem korkartigen Belag überzogen sind, dann kann die Ursache eine Pilzkrankheit sein, deren Erreger Pyrenochaeta lycopersici aus der Familie Lophiostomataceae ist. Der Pilz kann aber auch den Wurzelbereich anderer Pflanzen, darunter Auberginen, Gurken und Paprika befallen. Bei starkem Befall ist auch die Rinde betroffen und zerfällt, Blüten und Früchte werden abgestoßen. Der Pilz kann jahrelang auf abgestorbenen Wurzeln im Boden überdauern und immer wieder für Neuinfekionen sorgen.

Schäden
Der Pilz befällt sowohl Tomatenpflanzen in Freilandkultur als auch im Gewächshaus. Schäden kommen vor allem dann vor, wenn die Wurzeln nur schwach entwickelt sind, z.B. auf zu trockenen oder mageren Böden.
Inzwischen hat man festgestellt, dass auch andere Pilze die gleichen Symptome der Korkwurzelkrankheit hervorrufen können, darunter Vertreter aus den Gattungen Colletotrichium, Fusarium, Rhizoctonia und Pythium, wobei Colletotrichium coccales am häufigsten vorkommt und gelichzeitig auch für die sogenannte trockene Fruchtfäule der Tomaten , Anthraknose genannt, der  verantwortlich ist.

Maßnahmen
Befalle Tomatenpflanzen müssen mit dem gesamten Wurzelballen ausgegraben und vernichtet werden. Der Anbau muss auf solchen Flächen für einige Jahre ausgesetzt werden. Es wird empfohlen den Boden mit Dampf oder einem Desinfektionsmittel zu sterilisieren. Besonders wirksam scheint auch die Gründung mit Braunen Senf-Pflanzen zu sein.
Die Tomatensorte Luxor F1-Hybride ist resistent gegenüber dem Pilz Pyrenochaeta lycopersici. Es gibt Gartenhandel weitere Tomatensorten, die auf eine solche korkwurzelresistente Unterlage gepfropft worden sind.


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