Hallimasch

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Hallimasch A-Z Pilzkrankheiten Hallimasch A-Z Pilzkrankheiten Hallimasch A-Z Pilzkrankheiten Hallimasch A-Z Pilzkrankheiten

Pilzkrankheiten – Hallimasch –Armillaria spec. (Familie Rindenschwämme – Physalacriaceae) Einige Hallimascharten der Gattung Armillaria sind häufig an Gehölzen zu finden. Es gibt sowohl besonders aggressive sogenannte Primärparasiten, andere besiedeln als Sekundärparasiten abgestorbene oder stark geschwächte Gehölze, die bereits durch andere Krankheiten, Umwelteinflüsse oder Schadinsekten vorgeschädigt worden sind. Fast alle Laub- und Nadelbaumarten können betroffen sein. Daneben gibt es den von Pilzsammler geschätzten Speisepilz, der mit bis zu 15 cm großen Fruchtkörpern auf vermodernden Baumstümpfen wächst.

Schäden
Die an Lebend- und Totholz parasitierenden Hallimasche sind an den schwarzbraunen Rhizomorphen und den weißen Fächermyzelien zu erkennen. Diese Rhizomorphen können sich schnell ausbreiten und dann große Flächen einnehmen. Damit erreichen sie dann auch gesunde Bäume in der unmittelbaren Umgebung. Die Rhizomorphen können Längen von bis zu 3m pro Jahr erreichen. Im Holz selbst bildet sich durch die Hallimaschinfektion Weißfäule. Durch den Nährstoffentzug stirbt der Baum allmählich ab. Aber die Pilze können auch als sogenannte Saprophyten auf dem Totholz weiterleben und sich vermehren.

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Das Rhizomorphengeflecht eines an Holz parasitierenden Hallimasch-Pilzes Photo: ericsteinert, Creative Commons License Attr.-Share Alike 3.0 Unported, Quelle: http://de.wikipedia.org

Hallimasche sind gefürchtete Forstschädlinge. Besonders gefährdet sind durch Borkenkäfer, Buchdrucker oder Kupferstecher vorgeschädigte Bäume. Neben den meisten Gehölzpflanzen (Ausnahmen bilden Eibe und Weißtanne) werden auch exotische Baumsorten, Zierpflanzen und Gemüse wie z.B. Kartoffeln befallen.

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Weißes Fächermyzel eines parasitären Hallimasch, welches sich flächig unter Baumrinde und Kambium ausbreitet Photo: Neil MacEachern; Creative Commons License Attr. Share-Alike 3.0 Unported
Quelle: http://de.wikipedia.org

 

 

Hallimasch A-Z Pilzkrankheiten

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Weißfäule in einem von Hallimasch befallenen Baumstamm (Photo: USDA Forest Service, Public Domain, Quelle: http://de.wikipedia.org

An Obstbäumen parasitieren vor allem Hallimaschpilze der Art Armillaria mellea.  Typisches Schadbild sind zunächst abgestorbene Blätter und welkende Blätter. Unter der Baumrinde, besonders knapp über dem Boden, sieht man dann das weiße Pilzgeflecht. Nach oft jahrelangem Dahinsiechen sterben die Bäume schließlich ab.
Bei Nadelholzbaumarten können Harzaustritt im unteren Stammbereich und am Wurzelhals oder der Verbräunen oder das Grauwerden der Nadeln an den Triebspitzen Anzeichen für einen fortgeschrittenen Befall mit Hallimasch sein. Im Herbst können  dann am Stamm die hutpilzförmigen Fruchtkörper erscheinen. Diese können aber auch ausbleiben.

Maßnahmen
Die parasitären Hallimaschpilze dringen vor allem über den Boden in dem Baum ein und sind daher besonders schwer zu bekämpfen.
Ist der Baum erst einmal von Hallimasch infiziert, kommen direkte Bekämpfungsmaß-nahmen zu spät. Die befallenen Bäume müssen umgehend gefällt und aus dem Revier fortgeschafft werden. Da Hallimaschpilze auch auf Totholz weiterwächst, darf auch kein Holz am Boden liegen bleiben. Sonst könnten von dort Nachbargehölze infiziert werden. Soll an Stelle der befallenen Stämme nachgepflanzt werden, dann muss das Pflanzloch sehr groß angelegt und mit Erde ausgefüllt werden, die aus Hallimasch freien Bereichen stammt. Sonst ist auch auf diesem Weg eine Neueinschleppung des Pilzes kaum zu vermeiden.
Im Hobbygarten von Hallimasch befallene kleinere Bäume sollten komplett ausgegraben werden, d.h. mit dem gesamten Wurzelbereich, und dann der Boden gekalkt werden.
Zur Vorbeugung einer möglichen Hallimasch-Infektion  ist auf standortgerechte Baum-arten, optimale Wasserversorgung ohne Staunässe, Vermeidung von Verletzungen im Wurzelbereich durch Graben oder Bodenbearbeitung zu achten.
Verwechslungsmöglichkeiten
Eine Verwechslungsmöglichkeit des Hallimasch besteht mit dem Sparrigen Schüpping, der ebenfalls Fichten, Laubbäume und auch Obstbäume befällt. Die ebenfalls erscheinenden Fruchtkörper sind aber nicht hellgelb, sondern eher rostfarben-dunkelgelb und stehen in ganzen Büscheln dicht beieinander. Hut und Stiel haben braune, sparrig abstehende Schuppen. Auch die Sporen sind rostfarben-braun, statt hellgelb wie beim Hallimasch.
 


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