Buchenblattlaus

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Buchenblattlaus Zierblattläuse Familie Buchenblattlaus Phyllapis fagi (Familie Zierblattläuse Callaphididae)
Die Buchenblattlaus (Phyllaphis fagi) wird auch Buchenwollblattlaus, Buchenblattbaumlaus, Buchenzierlaus oder einfach Buchenlaus genannt. Die Art fällt vor allem durch ihre wachsartigen, weißen Ausscheidungen auf, mit denen sie sich vor ihren Fressfeinden schützen.

Man findet diese Blattlausart ab Mai auf der Unterseite der buchenblätter rund um den Hauptblattnerv. Die 2 bis 3mm großen, grüngelben Tiere mit dem weißen, woll- und wachsartigen Überwuchs leben in Kolonien. Die ungeflügelten Formen suchen „zu Fuß“ benachbarte Bäume auf, während die geflügelten Exemplare auch größere Strecken auf der Suche nach neuen Arealen zurücklegen. Die fliegenden Buchenblattläuse werden auch Weiße Fliegen genannt, was genauso irreführend wie bei der Schildlausart, die allgemein als die Weiße Fliege bezeichnet wird.

Im Herbst treten ungeflügelte Weibchen und geflügelte Männchen auf und paaren sich. Die Weibchen legen bis zu 16 gelblich-schwarze Eier an die Blattknospen der Buchen ab. Dort überwintert das Eistadium. Daraus schlüpfen im Frühjahr die ersten Blattlausweibchen, die ihrerseits bis zu 80 Nachkommen haben. Mit Hilfe dieser ungeflügelten Weibchen wird die neue Population aufgebaut. Im Laufe einiger Generationen nimmt dann auch der Anteil an geflügelten Exemplaren wieder zu.

Im Gegensatz zu vielen anderen Blattlausarten machen die Buchenblattläuse keinen Wechsel ihres Pflanzenwirtes. Sie bleiben auf den Buchen, wobei eine ganze Reihe auf der nördlichen Halbkugel heimischer Buchenarten befallen werden. Alternativ können sie sich auch auf den Blättern des Waldfarns ansiedeln.

Schäden
Die auf der Blattunterseite lebenden Buchenblattläuse lassen den von ihnen ausgeschiedenen Honigtau auf darunter liegende Blätter tropfen, der dann vom schwarzen Rußtaupilz überzogen wird. Dadurch werden die Blattoberseiten allmählich schwarzfleckig. Befallene Blätter rollen sich vom Rand her nach unten ein, werden braun und vertrocknen. Bei stärkerem fallen die Blätter schließlich ab. Besonders gefährdet sind dabei die Sämlinge in Baumschulen und Forstkulturen, aber auch dichtstehende Buchenhecken. Die Buchenblattläuse befallen vor allem die jungen Blätter; daher geht der Befall im Laufe der Sommermonate allmählich zurück.

Maßnahmen
Da sich der Blattlausbefall zunächst auf nur wenige, austriebende Blätter konzentriert, sollten diese frühzeitig herausgeschnitten werden. Zusätzliche können Austriebspritzungen helfen. Die Effizienz von Insektiziden wird allerdings durch die Wachswolle, die die Blattläuse schützt, reduziert.

Bild Quelle
Photo: Drahkrub, bearbeitet von Wikidienst, Creative
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http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Phyllaphis_fagi_1-4.jpg?uselang=de


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