Schwarze Bohnenblattlaus

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Schwarze Bohnenblattlaus Röhrenblattläuse Familie Schwarze Bohnenblattlaus (Aphis fabae) (Familie Röhrenblattläuse Aphiididae)
Die schwarze bis dunkelgrün gefärbte Bohnen- oder Rübenlaus ist auf den hellgrünen Pflanzen leicht auszumachen. Je nach Generation werden diese Blattläuse zwischen 1,7 und 2,7mm groß. Beine und Fühler sind etwas heller, haben aber dunkle Enden. Wie bei den Röhrenblattläusen üblich, haben auch die Bohnenläuse 2 Siphonophoren am Hinterleib, aus dem sie bei Attacken ein Sekret zur Feindabwehr ausscheiden können.
Überwintert wird auf dem Eistadium, und zwar an Sträuchern wie dem Pfaffenhütchen oder an Schneeball-Arten. Es gibt ungeschlechtlich erzeugte, ungeflügelte und durch Paarung gezeugte ungeflügelte und geflügelte Generationen. Die geflügelten Blattläuse wechseln zum Teil im Sommer auf krautige Wirtspflanzen über – wie Bohnen, Rüben oder Kartoffelpflanzen. Im Herbst wandern sie auf die Sträucher zurück und legen die Eier vor Einbruch des Winters.

Schäden
Die Schwarze Bohnenlaus kann allein durch ihre Saugtätigkeit zu einem Ernteausfall von 20 Prozent führen. Hinzu kommt, dass sich auf dem von ihnen ausgeschiedenen Honigtau Rußpilze ansiedeln können. Außerdem können beim Saugen BMYV-Viren (das sogenannte Milde Vergilbungsvirus) übertragen werden. Die Bohnenlaus kann auch in Rübenfeldern beträchtliche Schäden anrichten; ab Mitte Juli brechen die Kolonien aber regelmäßig zusammen durch die Larven des Marienkäfers, die die Blattläuse fressen.

Maßnahmen
Im Umfeld der Bohnenkulturen sollten keine Pfaffenhütchen- oder Schneeballsträucher stehen, da dies die primären Wirtspflanzen der Bohnenlaus sind. Auch sollte in der Nachbarschaft zu den Bohnenreihen auf andere Kulturpflanzen verzichtet werden (Kartoffeln, Rüben), die von der Bohnenlaus ebenfalls befallen werden.
Hilfreich ist es, im späten Frühjahr, also bevor die Blattläuse auf die Bohnenpflanzen überwechseln, Strohmulch zwischen den Bohnenreihen zu verteilen
Vorbeugend sollten frühkeimende Bohnensorten verwendet werden, da die Bohnenlaus ja erst im Sommer von ihren Wirtssträuchern auf die Bohnen- und Rübenfelder wechselt. Hobbygärtner berichten von Bekämpfungserfolgen beim Versprühen von Rainfarntee auf die Kulturpflanzen; das soll die Bohnenläuse wirksam abtöten.
Für die Bekämpfung im Freiland können Insektizide auf der Basis von Rapsöl, Pyrethrum oder Kaliseife versprüht werden. Alternativ empfiehlt sich bei Stangenbohnen auch die systemische Behandlung mit Neem-Präparaten, deren Wirkstoff Azadirachtin aus dem Öl der Früchte des Neembaum gewonnen wird.
In Gewächshauskulturen können auch Nützlinge wie verschiedene Marienkäferarten, Florfliegen oder räuberische Gallmücken zur Reduzierung der Blattlausbefalls eingesetzt werden.

Bild Quelle

Photo:  Michael Becker, Creative Commons license
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http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Aphis_fabae_2005.06.12_15.23.32-p6120057.jpg?uselang=de


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