Holunderblattlaus

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Holunderblattlaus Aphis sambuci  (Familie Röhrenblattläuse – Aphididae)
Die Holunderblattlaus wird nur wenige mm groß. Die Körperfärbung variiert von Graublau bis zu tiefem Schwarz; die Beine bei allen Formen schwarz. Sie haben auf dem Rücken kleine, röhrenförmige Öffnungen, aus denen sie einen klebrigen Saft ausscheiden und damit potentiellen Angreifern die Mundwerkzeuge verkleben können. Das funktioniert allerdings nicht bei Marienkäfern.

Die Holunderblattlaus ist überall dort, wo es Schwarze Holundersträucher gibt, in Europa verbreitet und häufig. Neben Holunder werden als Sekundärpflanzen  auch verschiedene Wegericharten, Nelken und andere krautige Pflanzen befallen.

Die Holunderblattläuse überwintern im Eistadium. Aus den Eiern schlüpfen im Frühjahr ungeflügelte Weibchen, die sich ungeschlechtlich vermehren – aber nicht lebengebärend, wie die Weibchen vieler anderer Blattlausarten – sie legen Eier, aus denen wiederum teils ungeflügelte, teils geflügelte Weibchen schlüpfen. Auf diese Weise kann ein einziges Weibchen mehr als tausend Nachkommen hervorbringen. Im Sommer wandern die geflügelten Exemplare ab, um sich auf anderen Sekundärwirten niederzulassen: Nelken, Ampfer und Steinbrech. Die ungeflügelten Individuen saugen dann an den Wurzeln dieser Sekundärpflanzen. Diese Exemplare sind blaugrün und kleiner als die geflügelten Individuen. Im Herbst fliegen die Flügelträger zurück zum Holunder. Im Herbst erscheinen auch Männchen, um  die Weibchen der letzten Generation rechtzeitig vor dem Winter zu befruchten.

Schäden
Durch Saugen verlieren die Blätter an Turgor, kräuseln oder rollen sich ein. Schließlich sterben auch die Triebspitzen ab.

Maßnahmen
Eine Bekämpfung ist meist nicht notwendig, da die Holunderblattläuse zum großen Teil im Sommer zu den beschriebenen Sekundärwirtspflanzen abwandern. In jedem Fall sollten befallene Triebspitzen und welke Blätter vom Holunderstrauch entfernt werden. Bei stärkerem Befall kann mit Insektiziden gespritzt werden.


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