Haselnussbohrer

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Haselnussbohrer Rüsselkäfer Familie Haselnussbohrer Curculio nucum (Familie Rüsselkäfer)
Der Haselnussbohrer sieht dem nah verwandten Eichbohrer sehr ähnlich, wird jedoch etwas größer. Sein Lebensraum sind Haselnusssträucher an Waldränder, Parks und Gärten. Zur Eiablage sticht das Weibchen mit dem langen Rüssel  in die noch weiche, grüne Haselnuss ein Loch und platziert darin ein Ei. Sobald die Larve noch unreife Nuss von innen ausgefressen hat, fällt die Nuss zu Boden, die Larve bohrt sich aus der Nuss und kriecht in den Boden, um sich zu verpuppen. Die Puppenruhe kann bis zu 3 Jahre dauern! Die adulten Käfer schlüpfen im Frühjahr. Sie fressen zunächst Blätter und Früchte von Obst- und anderen Bäumen, erst später auch die Blätter der Haselnusssträucher.

Schäden
Die Larven des Haselnussbohrers können in kommerziellen Haselnussplantagen zu ärgerlichen Ernteausfällen führen. Die Käfer können, sobald sie in die Blattkrone kriechen und erste Fraßspuren an den Blätter sichtbar sind, mit Insektiziden bekämpft werden, bevor die Nüsse von den Weibchen angebohrt werden. Die Anwendung der Insektizide ist jedoch gemnehmigungspflichtig und in Privatgärten nicht erlaubt. In privaten Gartenanlagen wird empfohlen, die Erde unter den Haselbüschen im herbst durchzuharken, um die Puppenruhe zu stören oder die Käfer vom Laub zu schütteln und dann auf einem Tuch unter den Büschen abzusammeln. Außerdem sollten alle unreifen, grünen Haselnüsse, die am Boden liegen, gesammelt und verbrannt werden. Andere empfehlen, mit einer aus den Samen des Surinam-Bitterholzes Quassia amara angesetzten Brühe zu spritzen, das als Kontaktgift gegen viele Schadinsekten wirkt.

Bild Quelle
Photo: Hedwig Storch, Creative Commons License Attr.-Share Alike 3.0 Unported


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