Buchdrucker

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Buchdrucker Rüsselkäfer Familie Ips typographus (Familie Rüsselkäfer)
Als Anpassung an seinen Lebensraum in den Fraßgängen unter der Baumrinde hat der Buchdrucker einen walzenförmigen, gedrungenen Körperbau mit kurzem stämmigen Beinen. Kopfende, Halsschild und der Hinterleib mit den Flügeldecken sind gleich breit, so dass sich der Käfer ohne Hängenzubleiben durch seine Fraßgänge bewegen kann. Die Käfer werden zwischen 4 und 6 mm groß. Sie sind einfarbig braun bis schwarz mit braunen Härchen. Der Hinterrand der Flügel hat vier deutliche Zähne auf beiden Seiten. Das Buchdrucker-Männchen hat hat dabei größere Zähne und einen höheren Stirnhöcker.  Buchdrucker leben in Nadelwäldern, vorzugsweise in Fichtenkulturen. Der Buchdrucker gehört zu den Borkenkäfern, die meisten von ihnen sind Rindenbrüter. Die Käferweibchen bohren einige wenige Gänge unter der Rinde, schaffen das Bohrmehl nach außen und erweitern den Eingang, der dann von den Männchen  zur „Rammelkammer“ (so der treffende Ausdruck im Forstjargon) ausgebaut wird. Anschließend werden vom Männchen alle angelockten Weibchen in der Rammelkammer begattet.  Dabei werden erste Gänge zwischen der Rinden und dem Holz  angelegt. Vom Hauptgang aus fressen sich dann die Käferlarven in alle Richtungen durch das Holz und es entsteht das für den Buchdruck typische Fraßbild. Die Larven mit der Zeit dabei immer dicker, und die Gänge an der Peripherie sind dann auch entsprechend breiter. Die Larven haben keine Beine, sind farblos und relativ weichhäutig. Die Puppen sieht man am Ende der Fraßgänge. Von dort bohren aus sich am Ende der Puppenruhe die ausschlüpfenden Käfer durch die Rinde nach außen. Befallene Bäume erkennt man dann an den dicht an dicht liegenden kleinen Schlupflöchern.

Schäden
In Jahren mit geringen Individuenzahlen tritt der Buchdrucker eher als Sekundärschädling in Erscheinung und besiedelt Bäume, die schon durch Raupen vorgeschädigt worden sind. Erst in Jahren mit einer Massenvermehrung greift er auch gesunde Bäume an.

Maßnahmen
Da der Befall mit Buchdrucker kaum von dem noch gefährlicheren anderen Borkenkäfer, dem Kupferstecher, unterschieden werden kann, sind die Waldbesitzer rechtlich verpflichtet, Borkenbefall den Forstbehörden zu melden und Bekämpfungsmaßnahmen unverzüglich einzuleiten. Dazu gehört das Schlagen, Entrinden und der sofortige Abtransport der befallenen Stämme.  Die Lager der Stämme können dann mit zugelassenen Insektiziden besprüht werden und sollten zusätzlich bewässert werden. Gute Erfolge hat man in den letzten Jahren auch mit Lockfallen erzielt, die mit Hilfe von Pheromonen die Käfer anlocken.

Bild Quelle
Photo: James Lindsey at Ecology of Commanster , Creative Commons License 2.5 US-amerikanisch
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ips.typographus.jpg?uselang=de


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