Pappelblattkäfer

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Pappelblattkäfer Blattkäfer Familie Pappelblattkäfer Chrysomela populi (Familie Blattkäfer)
Pappelblattkäfer sind ungefähr 1 cm groß- Die Farbe der Flügeldecken ist orangerot, die von Kopf und Halsschild dunkelblau bis schwarz. Wichtiges Merkmal, dass Pappelblattkäfer sicher von anderen nah verwandten Arten unterscheidet, sind die schwarzen Spitzen am Hinterende der Flügeldecken. Wie die meisten anderen Blattkäferarten auch überwintern die Pappelblattkäfer im Boden, den sie im April zur Paarung verlassen. Sie leben in Laubmischwäldern, bevorzugen aber Pappeln, Espen und Weiden (daher wird er gelegentlich auch als Weidenblattkäfer bezeichnet).  Die Eier werden in Paketen zu je 20 bis 30 Stück auf der Blattunterseite abgelegt. Die Larven  sind weiß-grau bis grau-grün in der Grundfärbung, haben vier Reihen von kleinen Höckern, die schwarz sind. Die Larven leben vor allem von den Blättern verschiedener Pappelarten. Ist ein Blatt bis auf die Nerven abgefressen, wandern sie zum nächsten Blatt weiter. Im letzten Stadium heftet sich die Larve an die Rinde des Baum, die Puppe schlüpft in der leeren Larvenhaut, wo sie bis zum Ende der Puppenruhe bleibt. Die adulter Käfer schlüpfen nach einer Woche. Da die gesamte Entwicklung vom Ei bis zum Käfer nur wenige Wochen dauert, kann es in warmen Jahren mehrere Generationen geben.

Schäden
In warmen und trocknen Jahren kann es zu Massenvermehrung von Pappelkäfern kommen. Das kann vor allem in Monokulturen und in Pappelalleen zu massiven Verlusten der Bäume führen. Die Larven fressen sich von Blatt zu Blatt, bis der Baum völlig kahl ist, um dann auf den nächsten Baum zu wechseln. In Mischkulturen haben es die Pappelkäfer nicht zu leicht. Viele verhungern, bevor sie den nächsten passenden Baum finden können.

Maßnahmen
Man kann den Boden im Umkreis der Pappeln aufharken, um die Winterruhe der Pappelkäfer zu stören. Oder die an den Baumstämmen haftenden Puppen in der Larvenhülle herunterkämmen. Zur Bekämpfung mit Insektiziden sind derzeit noch 6 Mittel zugelassen, die auf der Basis von Pyrethrinen, Acetamiprid oder Thiachloprid wirken.

Vorbeugung
Um es dem Pappelkäfer nicht zu leicht zumachen, sollte man auf Monokulturen ganz verzichten und stattdessen eine Mischkultur anlegen, unter denen sich auch Baumarten finden, die vom Pappelkäfer gemieden werden. In der Natur gehören einige Arten der Raupenfliegen und Schlupfwespen, ebenso wie die Larven einer Svhwebenfliegenart  zu ihren Feinden. Gegen die Angriffe ihrer Fressfeinde versuchen sie sich durch ein Sekret zu schützen, das phenolartig riecht und aus der Salicylsäure der Blätter gewonnen wird.

Bild Quelle
Photo: Fritz Geller-Grimm, Creative Commosn License
Attr.-Share Alike 2.5 US-amerikanisch Unported
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Melasoma_populi_fg02.jpg?uselang=de


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