Lilienhähnchen

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Lilienhähnchen Blattkäfer Familie Lilienhähnchen Lilioceris lilii (Familie Blattkäfer – Chrysomelidae) Lilienhähnchen sind maximal 8mm groß. Der Körper ist intensiv rot, Kopf und Beine dagegen schwarz gefärbt. Sie kommen in ganz Europa vor, auch in Sibirien und Nordafrika, nach Nordamerika wurden sie mit Zierpflanzen verschleppt. Das Weibchen legt seine bis zu 300 Eier in einzelnen Paketen auf den Blattunterseiten der Wirtspflanzen ab. Die ausschlüpfenden Larven umhüllen sich mit einer schleimigen Hülle aus schwarzem Kot. Dazu ist ihr After auf die Rückenseite verlegt. Nach drei Wochen wandern sie in den Boden, wo sie sich verpuppen. Nach einer ein- bis zweiwöchigen Puppenruhe schlüpfen die adulten Käfer. Auf diese Weise können sich 2 bis 3 Generationen pro Jahr entwickeln.

Schäden
Imagines und Larven befallen Liliengewächse, Kaiserkrone, Schachblume, Salomonsiegel und Maiglöckchen. Sie verursachen dabei an diesen Pflanzen einen Loch- und Buchtenfraß. Die Larven umhüllen sich mit einer Hülle aus Schleim und Kot, sodass sie für Vögel ungenießbar werden.  Bei uns sind die Lilienhähnchen die verbreitetsten Schadinsekten an Liliengewächsen. In Pflanzkulturen können diese Käfer erheblichen Schaden anrichten.
Die Larven des Lilienhähnchen können leicht mit Wasser von den Pflanzen abgespritzt werden, das sie in dem von ihnen ausgeschiedenen Kot- und Schleimhäufchen nicht zur Wirtspflanze zurückkriechen können. Bei starkem Befall kann stattdessen mit einer Lösung Schmierseife, Ethanol und Wasser gespritzt werden. Die adulten Käfer können abgesammelt oder abgeschüttelt werden. Als Insektizid wird Spruzit  Schäldingsfrei von Neudorff empfohlen.

Bild Quelle
Photo: Felix Abraham, Creative Commons License
Attr.-Share Alike 3.0 Unported, Quelle:
http://de.wikipedia.org


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