Kirschfruchtfliege

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Kirschfruchtfliege Bohrfliegen Familie Kirschfruchtfliege Rhagotelis cerasi  (Familie Bohrfliegen – Tephritidae)
Die Kirschfluchtfliege sieht einer kleinen Ausgabe unserer Stubenfliege ähnlich. Sie haben im Gegensatz dazu grüne Augen und zwischen den Flügeln ein gelbes Schildchen, das sogenannte Scutellum, auf dem Rücken. Die durchsichtigen Flügel haben vier dunkelblaue Binden. Im Mai schlüpfen die Fliegen aus dem Puppengehäuse. Die Weibchen legen die Eier in die Kirschen ab, wenn sie sich allmählich von grün auf gelb umfärben. Die Weibchen können bis zu 80 Eier ablegen, davon allerdings in jede Kirschfrucht nur ein einziges Ei. Die Larve frisst sich durch das Kirschfleisch im Innern. Die weißen Larven werden bis 6 mm lang. Nach etwa 3 Wochen verlässt sie die Kirsche durch ein winziges Bohrloch, lässt sich mit einem Spinnfaden zu Boden fallen (falls die Kirsche nicht von selbst abfällt), graben sich einige Zentimeter tief in die Erde ein, wo sie schließlich überwintert. Im zeitigen Frühjahr verpuppt sie sich.
Die Larven können sich nicht nur in Kirschen entwickeln, sondern auch in den Früchten der Traubenkrische, Heckenkirschen und Schneebeeren.

Schäden
Neben Süßkirschen werden mitunter auch Sauerkirschen befallen – allerdings nicht die Sorte Schattenmorellen. Die von den Maden der Kirschfruchtfliege befallenen Kirschen werden matschig und weich, sodass sie nicht mehr verwertet werden können. Von außen kann man befallene Kirschen daran erkenne, dass sich weiche, braune Stellen in Der Nähe des Stielansatzes bilden und sich der Stein leicht hin und herschieben lässt.  Befallen werden vor allem späte Sorten.

Maßnahmen
Abgefallene Kirschen soll sobald wie möglich zur Vorbeugung aufgelesen und vernichtet werden. Im Garten scharren vor allem Hühner und Enten auf der Suche nach den Larven und Puppen im Boden. Sie sind damit ausgezeichnete Vertilger der Kirschfruchtfliegen. Im Garten kann man die Kirschfruchtfliegen auch mit Gelbfallen bekämpfen. Die mit Leim und Lockstoffen bestrichenen gelben Tafeln ziehen die Fliegen magisch an, sodass sie daran kleben bleiben und absterben. Solche Gelbfallen können aber nie alle Individuen erfassen. Sie können jedoch dazu dienen, durch die Zahl der anfliegenden Tiere Rückschlüsse auf die Befallssträke der Kirschbäume zu ziehen. Man kann den Boden um die Kirschbäume herum mulchen, die Mulchdecke reduziert die Bodentemperatur und verzögert damit die Entwicklung der Kirschfruchtfliegen.  Man kann auch im Späten Einsensulfat auf den Boden streuen und damit einen Großteil der Puppen im Boden vernichten. Man kann die Kirschbäume durch ein Netz schützen, dass aber sehr engmaschig sein muss. Zur Bekämpfung der im Boden lebenden Stadien lassen sich auch Fadenwürmer (Nematoden) einsetzen. Auch Pyrethrum – und Neempräparate können wirksam eingesetzt werden. Seit 2005 sind  in den Ländern der Europäischen Union auch Insektizide mit dem Wirkstoff Acetamiprid zugelassen.

Bild Quelle
Photo:  Bauer Karl, Creative Commons License
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http://de.wikipedia.org


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