Bohnenfliege

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Bohnenfliege Phorbia platura  (Familie Blumenfliegen) Die graufarbenen Bohnenfliegen haben drei bis vier Generationen pro Jahr. Sei ähneln im Aussehen kleinen Stubenfliegen. Sie legen ihre Eier an Saatgut ab. Dadurch keimen nur noch wenige Samen. Aus den befallenen Saatkörnern kriechen die Larven aus und fressen Gänge in die aufkeimenden Blätter der noch übriggeblieben, nicht befallenen Saaten. Die aufkeimenden Bohnen werden auch schon unter der Erde angefressen. Die durch die Fraßgänge beschädigten Bohnenkeimlinge sterben dann ab. Kaltes, niederschlagreiches Wetter macht die Bohnen besonders anfällig, weil sie dann nicht schnell gutwachsen und die entstandenen Fraßschäden nicht ausgleichen können. Neben Bohnen werden auch Gurkenkeimlinge  angefressen. Die Maden der Bohnenfliege werden einen halben Zentimeter groß.

Schäden
Immer wieder kommt es zu Totalausfällen in Bohnenkulturen durch die Maden der Bohnenfliege. Dabei richten die Maden der ersten Generation an den Bohnenkeimlingen den größten Schaden an. Auch Spargelkulturen können von der Bohnenfliege befallen werden.

Maßnahmen
Die Bohnen können in Töpfen vorgezogen werden. Dann kann ihnen die Bohnenfliege beim Auspflanzen nichts mehr anhaben. Zur Vorbeugung sollte man die Bohnenkulturen nicht mit dem Dünger aus dem eigenen Hof oder Garten zusammenbringen und so die Schädlinge gleichermaßen recyceln. Auf eine Gründung der Brachflächen, auf die anschließend Bohnen ausgesät werden sollten, sollte man aus dem gleichen Grund verzichten. Es gibt Mittel, die die Widerstandskraft der Bohnenpflänzchen gegen die Maden der Bohnenfliege wie auch  Arten aus der Gruppe der Blumenfliegen (Zwiebelfliegen, Kohlfliegen) stärken, zum Beispiel Neudorffs‘ Bio-Gemüse Streumittel, ein Kiesel-Kräuter-Präparat. Das Mittel sollte dabei gelichzeitig mit der Saat ausgebracht werden.
Auch eine Mischkultur der Bohnen mit Pflanzen, deren Geruch die Bohnenfliegen nicht ausstehen können oder deren Duft sie irritieren, kann diese Schadinsekten vertreiben: Das sind Zwiebeln und Lauch, aber auch Tomaten, Dill und Kamille.
Die Zulassung chemischer Spritzmittel ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich und wird meist sehr restriktiv gehandhabt.


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