Vielblättrige Lupine – dunklen Flecken auf Blättern, braune Stiele schwächeren Wuchs

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Vielblättrige Lupine - dunklen Flecken auf Blättern, braune Stiele schwächeren Wuchs Gartenstauden Lupinen gehören zu den beliebtesten und zugleich anspruchslosesten Gartenpflanzen. Ihre farbenprächtigen Blütenkerzen heben sich deutlich von den hellgrünen, fingerförmig geteilten Laubblättern ab. Zu den am häufigsten kultivierten Garten-Lupinen gehört die Vielblättrige Lupine Lupinus polyphyllus.

Lupinus polyphyllus kommt im Osten Nordamerikas vor, von British Columbia südwärts bis nach Kalifornien.

Dort besiedelt sie im klimatischen Einflussbereich des Pazifiks die montanen Wiesen bis in Höhen von 2.900m ü. NN. Durch den Menschen wurde sie aber über fast ganz Nordamerika verbreitet. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gelangte diese Lupinen-Art auch nach England, wurde dort weiter gezüchtet und kam so schließlich auch nach Mitteleuropa. Da die Art zum verwildern neigt, ist sie inzwischen auch in der freien Natur weit verbreitet.

In Deutschland findet man sie an Straßenböschungen und entlang von Bahndämmen, auf Lichtungen und am Waldrand.

Aber auch als Nutzpflanze ist diese Lupinen-Art beleibt.Denn in ihren knöllchenartig verdickten Wurzeln leben symbiontische Bakterien, die in der Lage Stickstoff aus der Luft zu fixieren und für die Lupine nutzbar zu machen. So kann die Lupine auch auf stickstoffarmen Böden gedeihen und trägt als Gründüngung zur Stickstoffanreicherung im Boden bei. Lupinus polyphyllus ist eine mehrjährige krautige Staude, die durchschnittlich 60cm, im Extremfall sogar über 1,5m hoch werden kann. Die Lupine hat aufrecht stehende, nicht verzweigte Stängel. Die fingerförmigen Laubblätter stehen wechselständig am Stängel.

Viele zwittrige Blüten bilden den aufrecht stehenden, traubenförmigen Blütenstand.

Die Wildform hat blaue, seltener weiße Blüten. Die Kronblätter der Blüten sind in das Schiffchen, die Flügel und eine etwas kürzere Fahne geteilt. Je nach Standort blüht die Vielblättrige Lupine zwischen Mai und August. Die Blüten werden durch Hummeln und andere Hautflügler bestäubt. Am Ende der Bütezeit entstehen die für Fabiaceen typischen Hülsenfrüchte. Die Hülsenfrüchte der Lupine sind flach, gekrümmt und werden bis zu 6cm lang. Sie enthalten bis zu 12 kugelförmige, graue, dunkel gefleckte Samen. Das Rhizom der Vielblättrigen Lupine dient als Überwinterungsorgan. Wie alle Lupinen ist auch Lupinus polyphyllus giftig. Die pflanzen verschiedene Alkaloide.

Vor allem im Umgang mit den Lupinen-Samen sollte man deshalb vorsichtig sein. Die Lupine kann man im zeitigen Frühjahr ins Frühbeet säen und dann ab April ins Freiland setzen. Man pflanzt sie dazu in Gruppen an einem sonnigen bis halbschattigen Platz. Der Boden sollte sandig gemischt mit etwas Kompost, Stallmist oder Torf mit Volldünger werden. Die Lupinen entwickeln sich am besten auf einem gut wasserdurchlässigen, leicht sauren Boden. Bei länger anhaltender Trockenheit sollte man die Lupinen gießen. Verblühte Triebe werden abgeschnitten, um die Lupinen noch einmal zu einer zweiten Blüte anzuregen und so eien unkontrollierte Samenbildung zu verhindern.

Generell werden die Stauden nach dem Abblühen im Herbst auf den Boden zurück geschnitten. Lupinen kann man vegetativ vermehren – entweder durch Basalstecklinge oder durch Teilen der Staude. Lupinen sind leider anfällig für Viruskrankheiten. Der Virusbefall ist an dunklen Flecken auf den Blättern, braunen Stielen und einer schwächeren Wuchs bis zum Umfallen der Pflanze zu erkennen. Um nicht den ganzen Bestand zu gefährden, sollten die befallenen Lupinen umgehend entfernt werden. Nach längeren Niederschlagsperioden muss auch mit Mehltau auf den Blättern gerechnet werden. Auch Nacktschnecken können den Pflanzen arg zusetzen.

Foto:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/5e/Vielbl%C3%A4ttrigeLupine6.jpg
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