Schwimmfarn

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Schwimmfarn Wasserpflanzen Schwimmfarn Wasserpflanzen Der Schwimmfarm Salvinia natans ist eine einjährige Wasserpflanze, die ursprünglich aus den Tropen stammend, inzwischen von Westeuropa bis nach Japan verbreitet ist. In Deutschland ist der Schwimmfarn vor allem in den kalkreichen Gewässer des Oberrhein-Gebietes häufiger. Salvina natans bildet bis zu 20cm lange Sprosse, die verzweigt oder unverzweigt sein können. An diesen Sprossen stehen dicht an dicht je 2 kleine, flach auf der Wasseroberfläche ausgebreitete Schwimmblätter und ein untergetauchtes, stark zerteiltes, wurzelähnliches Wasserblatt, dessen fadenförmige Fortsätze mehr als 5cm lang werden kann. Je 2 Schwimmblätter und 1 Wasserblatt bilden einen dreiteiligen Quirl. Die Schwimmblätter haben auf ihrer Oberseite kurze warzenartige Papillen, die wasserabweisend sind und die Blätter unbenetzbar machen. Dieser sogenannte Lotus-Effekt wird noch durch kleine braune Haarbüschel verstärkt, die auf den Papillen stehen. Die Schwimmblätter haben im Inneren Luftkammer, die den Auftrieb sichern. An der Basis dieser Wasserblätter sitzen teilweise zwischen 3 und 8 kugelförmige Sporangienbehälter, gefüllt mit Makro-, bzw. Mikrosporen. Die Schwimmpflanze zieht im Spätherbst ihre Blätter und Sprosse ein. Die Fruchtkörper entlassen ihre Sporen, die auf den Gewässergrund sinken und dauert den Winter überdauern. Mit den allmählich steigenden Temperaturen im Frühjahr entwickeln sich dann wieder junge Sprosse, die mit ihren Schwimmblättern an die Wasseroberfläche steigen. Den Schwimmfarn Salvinia natans bekommt man im Aquarienhandel portionsweise. Man sollet ihn zunächst in einem kleinen, sonnenbeschienen Glasbecken vorkultivieren und dann in den Gartenteich aussetzen. In einem ruhigen, warmen Gartenteich wird er sich rasch in der beschriebenen Weise vegetativ vermehren und ausbreiten. Wird die Schwimmpflanzendecke zu dicht, muss man ihn rechtzeitig etwas abräumen, teilweise können dies aber auch Fische und Wasserschnecken erledigen. Er sollte im Teich nicht mit ungefähr gleich großen Schwimmpflanzen wie dem Wasser-Lebermoss Riccia flutians oder dem Algenfarn Azolla vergesellschaftet werden, da man diese pflanzen später nicht mehr auseinander bringen kann. Das sich zwischen dem Schwimmfarn kleinere Wasser- oder Teichlinsen ausbreiten, lässt sich nicht verbreiten, da diese von selbst mit der Zeit im Gartenteich ansiedeln. Auch ein zusätzlicher Besatz mit den größeren Schwimmpflanzen wie dem Froschbiss oder der Krebsschere stellt keine Konkurrenz um Lichtangebot und Nährstoffe dar.
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/46/Salvinia_natans_01.JPG
Czonek, Public Domain
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/75/Salvinia_natans_%28habitus%29_2.jpg
Le Loup.Gris, Creative Commons License Attr.-Share Alike 3.0 Unported


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