Roter Fingerhut – auch dieser Fingerhut, besonders die Blätter, ist giftig

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Roter Fingerhut - auch dieser Fingerhut, besonders die Blätter, ist giftig Gartenstauden Roter Fingerhut - auch dieser Fingerhut, besonders die Blätter, ist giftig Gartenstauden Der Rote Fingerhut Digitalis purpurea ist vor allem im westlichen und südwestlichen Europa verbreitet. In Deutschland hat er natürliche Vorkommen im Harz und Thüringer Wald, ist aber an vielen anderen Plätzen bereits verwildert. Auch in Amerika wurde er eingeschleppt. Er besiedelt kalkarme, aber humusreiche, lockere Böden auf Waldlichtungen und Kahlschlägen. Er wird bereits seit dem späten Mittelalter als Gartenpflanze kultiviert. Der Rote Fingerhut ist in der Regel zweijährig. Im ersten Jahr bildet er nur eine grundständige Blattrosette aus, im zweiten Jahr wachsen dann auch die beblätterten Stängel in die Höhe und der Blütenstand erscheint.

Er erreicht dann eine Gesamthöhe von 60 bis 150cm.

Die grundständigen Blätter und die unteren Stängelblätter sind ei- bis lanzettförmig und haben lange Stiele, die oberen Stängelblätter kleiner und sitzen direkt am Stängel. Die roten bis hell-violetten Blüten bilden lange, beblätterte Trauben und sind auf der Innenseite dunkler gefleckt. Von diesen Flecken nimmt man an, dass sie Staubbeutel imitieren und so Hummeln und Bienen zur Bestäubung der Blüten anlocken sollen. Es gibt auch eine weißblühende Kulturform (Digitalis purpurea ‚Alba‘). Eine Unterart Digitalis purpurea gloxiniaeflora hat noch etwas größere, rote Blüten.

Jeweils fünf Kronblätter sind zu einer fingerhutähnlichen Blütenkrone verwachsen, die außen behaart und außen kahl ist.

Roter Fingerhut - auch dieser Fingerhut, besonders die Blätter, ist giftig Gartenstauden

Die Blütezeit fällt in die Monate Juni und Juli. Weitere Unterarten wie Digitalis purpurea amandiana aus Portugal kommen nur regional begrenzt vor. Im Garten gibt man dem Roten Fingerhut einen halbschattigen Platz im Staudenbeet. Man kann ihn ab April an Ort und Stelle aussäen, sollte ihn dann aber im Laufe des ersten Jahres vereinzeln. Der Rote Fingerhut ist ein sogenannter Lichtkeimer, die Samen dürfen also nur leicht an den Boden angedrückt, aber nicht mit Erde bedeckt werden. Im zweiten Jahre sät er sich dann von selbst aus und die Mutterpflanzen sterben ab. Beim Handling im Garten ist Vorsicht geboten; auch dieser Fingerhut, besonders die Blätter, ist giftig. Daher sollte man Gartenschuhe beim Aus- und Umpflanzen tragen. Wie auch von anderen Fingerhautarten werden auch die herzwirksamen Digitaloide medizinisch zur Behandlung von Herzinsuffienz genutzt.

 

Foto:
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Digitalis_purpurea_001.JPG?uselang=de
H.Zell, Creatiev Commons License Attr.-Share Alike 3.0 Unported
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Walter J.Pilsak, Creative Commons License Attr.-Share Alike 3.0 Unported
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Ciar, Public Domain


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