Großer Holz-Bambus – In China werden sie gegart als Gemüse gegessen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (1 Stimmen, Durchschnitt: 5,00 von 5)
Loading...

Großer Holz-Bambus - In China werden sie gegart als Gemüse gegessen Gräser und Farne Großer Holz-Bambus - In China werden sie gegart als Gemüse gegessen Gräser und Farne Großer Holz-Bambus - In China werden sie gegart als Gemüse gegessen Gräser und Farne Phyllostachys reticulata, der Große Holz-Bambus (in Gärtnereien und im online-Handel wird er noch häufig unter seinem alten, ungültigen Synonym Phyllostachys bambusoides angeboten), wird in seiner Heimat China und Japan hauptsächlich als Baumaterial, Baugerüst und Holzlieferant für Möbel verwendet. Zum Flechten von Körben werden die junge Halme gespalten. Seine Sprossen sind essbar, aber roh genossen zu bitter.

In China werden sie daher gegart als Gemüse gegessen.

Das Rhizom wird in der traditionellen chinesischen medizin als Mittel gegen Keuchhusten und Gelenkrheuma, die Blätter bei Hautausschlägen und die Blüten zur Behandlung von Scharlach verwendet. Die Halme werden bis zu 25m hoch bei einem Durchmesser bis zu 16cm bei einer Wandstärke von nur einem halben Zentimeter. In Extremfällen soll er sogar Höhen von bis zu 40m erreicht haben. Damit gehört zu den größten Bambusarten. Mit seinem weitreichenden Wurzelsystem und den langen Rhizomen ist er in den Bergregionen auch ein wirksamer Schutz vor Bodenerosion. Da er in Höhen bis zu 1.600m ü.NN in seinem natürlichen Verbreitungsgebiet vorkommt, ist er winterfest. Deshalb haben einige Sorten, wie die im Foto abgebildete Form Holochrysa (Altgold) mit ihren leuchtend goldbraunen Halmen auch bei uns als Zierpflanzen ihre Liebhaber gefunden.

Er verwildert leicht und ist daher inzwischen auch in anderen Kontinenten heimisch geworden.

Phyllostachys reticulata ist mehrjährig und regeneriert sich – im Gegensatz zu manch anderer Bambusart – auch nach der Blüte aus seinen Beständen wieder. Er hat langes, aber dünnes Rhizom, das unterirdisch seitwärts kriecht und dabei ab dem späten Frühjahr in regelmäßigen Abständen neue Sprosse nach oben schiebt. Will man ihn im Garten pflegen, dann ist eine genügend lange Rhizomsperre unbedingt notwendig. Phyllostachys reitculata bildet keine Horste, sondern lange Reihen nebeneinander stehender Halme, die sich allmählich rasenartig ausbreiten.

Die Internodien, das sind die Halmabstände zwischen den Knoten(Nodien genannt) sind bis zu 40cm lang. Jeder Knoten besteht aus zwei Querwülsten, wobei der obere breiter ist als der untere. An jedem Knoten stehen zwei bis drei Zweige, die sich ihrerseits weiter verzweigen können.Große Teile der Halme werden von großen Blattscheiden umhüllt, die aber mit der Zeit abfallen. Diese bis zu 25cm langen Blattscheiden sind variabel gefärbt – das Spektrum reicht von gelb-grün, gold-braun bis zu purpur-rötlichen Farbtönen. Zusätzlich weise sie braun bis purpurfarbene Flecken auf. Nach einiger Zeit bilden sich auf den Blattscheiden braune, aufrecht stehende Haare (sogenannte Trichome).

An den äußeren Verzweigungen stehen 2 bis 4 wechselständige Blätter mit Blatthäutchen und Blattöhrchen.

Die Blattspreite wird an der Basis übergangslos schmal, sodass es aussieht, als wären die Blätter gestielt. Diese bis zu 0,5cm langen „Pseudostiele“ bilden die Verbindung zwischen Blattscheide und Blattspreite. Diese Laubblätter sind grün bis blaugrün gefärbt und mit einem Flaum aus Härchen besetzt.

Bis zur Blüte können hundert Jahre vergehen. Aber die Blütezeit wird man als Hobbygärtner bei diesem Methusalem unter den Bambusarten wohl kaum miterleben können. Aber auch wenn nach der Blüte und Fruchtbildung die oberirdischen Pflanzenteile absterben, der Bambus regeneriert sich wieder von seinem Rhizom.

Als Zierpflanze für den heimischen Garten geeignet sind eine ganze Reihe von Kultursorten, die sich vor allem in der Wuchshöhe und in der Farbe der Halme unterscheiden. In unseren Breiten werden sie maximal 10m hoch. Phyllostachys reticulata braucht einen sonnigen und windgeschützen Platz. Wichtig ist eine genügend breite Rhizomsperre. Dieser Bambus ist bis etwa minus 20°C frostbeständig.

Foto:
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2e/20040413_Phyllostachys_bambuso%C3%AFdes.JPG
Semnoz, Creative Commons License Attr.-Share Alike 3.0 Unported
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/a/a1/Phyllostachys_bambusoides_f_castillonis3.jpg
KENPEI, Creative Commons License Attr.-Share Alike 3.0 Unported
https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/ec/Bamboo_Rhizome_02.jpg
Armin Kübelbeck, Creative Commons License Attr.-Share Alike 3.0 Unported


Weitere Kategorien aus unserem Floristik-Online-Shop.

Unsere Produkt Tipps